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HÜNENBERG: Eine Krebsklinik für Tiere

Zug macht Zürich Konkurrenz: Ab dem 1. September werden in Hünenberg krebskranke Tiere behandelt – mit einem besonderen Strahlengerät.
Barbara Kaser, Leiterin der neuen Tierklinik in Zug. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Barbara Kaser, Leiterin der neuen Tierklinik in Zug. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Die neue Tierklinik – das so genannte Animal Oncology and Imaging Center – bietet unter anderem Strahlen- und Chemotherapien für Hunde und Katzen an. Geleitet wird sie von der Tierärztin Barbara Kaser. Diese hat bis im Jahr 2007 die Abteilung für Radiologie und Radio-Onkologie am Tierspital der Universität Zürich geleitet. Insgesamt sind zehn Fachkräfte um die Gesundheit der Tiere besorgt.

«In den USA sind Strahlenbehandlungen gang und gäbe»
Herzstück der Klinik ist der in der Schweiz für Tiere einzigartige Linearbeschleuniger. Einen Betrag in Millionenhöhe investierten Kaser und ihr Team in das Strahlengerät, das auch in der Humanmedizin verwendet wird. «Realisierbar war dies nur dank dem Entgegenkommen verschiedener Zuger Unternehmen und vor allem der Patientenbesitzer, die uns finanziell kräftig unter die Arme gegriffen haben», so Kaser.

Strahlenbehandlungen für Hunde und Katzen mit einem Gerät, das so viel kostet. Braucht es das, und verlangt der Markt danach? «In den USA ist diese Art der Krebsbehandlung bei Tieren schon lange gang und gäbe», sagt Kaser, die sich in Übersee zur Radio-Onkologin ausbilden liess. Der Stellenwert der Tiere in der Gesellschaft habe sich stark verändert. «Die Halter machen heute viel mehr für ihre Hunde und Katzen als noch vor 20 Jahren.» Die Tierärztin betont jedoch, dass eine Therapie nicht in jedem Fall sinnvoll sei. «Wir diskutieren den Entscheid mit den überweisenden Tierärzten und den Haltern jeweils intensiv.»

Das Tierspital der Uni Zürich gibt sich gelassen
Eine Strahlentherapie-Behandlung in Hünenberg kostet zwischen 200 und 5000 Franken. Wer für sein Haustier eine Versicherung abgeschlossen hat, bekommt die Therapie bezahlt. Da eine Versicherung in der Schweiz aber nicht obligatorisch ist, müssen viele Kunden allein für die Kosten aufkommen.

Im Tierspital der Uni Zürich sieht man der Klinik gelassen entgegen. «Sie ist keine Konkurrenz. Es ist positiv, dass sich nicht mehr alle Fälle auf uns konzentrieren, denn wir sind in vielen Aspekten belastet», sagt Hans Lutz, Prodekan.

Daniel Schriber und Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.

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