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HÜNENBERG: Einen kleinen Batzen ins Kässeli

Die Jugendarbeit hat ein neues Projekt lanciert. Bei «CashFlow» vermitteln Jugendliche leichte Arbeiten an Schüler. Die Verantwortlichen verzeichnen bereits erste Erfolge.
Andrea Muff
Linda Spörri (links) schaut sich mit Alexandra Gajic und Eneas Mutter die Jobanfragen an. (Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 30. August 2017))

Linda Spörri (links) schaut sich mit Alexandra Gajic und Eneas Mutter die Jobanfragen an. (Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 30. August 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Rasen mähen, einkaufen, aufräumen oder Botengänge erledigen: Jugendliche können mit kleinen Gefälligkeiten ihr Sackgeld aufbessern. Diesem Bedürfnis ist die Jugendarbeit Hünenberg mit dem Projekt CashFlow nachgekommen. Linda Spörri, Jugendarbeiterin und Soziokulturelle Animatorin, ist für das Projekt zuständig. «Bei uns im Jugi bieten wir schon länger leichte Jobs an, und diese sind sehr beliebt», sagt sie. Auch eine Schülerumfrage sei zum Ergebnis gekommen, dass die Jugendlichen eine Möglichkeit zum Geldverdienen wünschen. «Deshalb haben wir CashFlow aufgegleist.»

Zusammen mit einer Projektgruppe aus vier Jugendlichen haben die Verantwortlichen Formulare erstellt, ein Logo entwickelt und Hünenberger Firmen, Vereine und Institutionen angeschrieben, sodass es jetzt nach den Sommerferien losgehen kann. «Bei den Arbeiten kann es sich um regelmässige oder einmalige handeln. Wichtig ist, dass es leichte Arbeiten sind, wie etwa mit dem Hund spazieren gehen, Kisten schleppen oder Keller aufräumen», erklärt Linda Spörri. Denn für Kinder bis 15 Jahre gilt von Gesetzes wegen ein Arbeitsverbot. Ab 13 Jahren dürfen sie aber leichte Arbeiten verrichten.

Projekt befindet sich in einer Pilotphase

Jeweils am Mittwochnachmittag trifft sich die Projektgruppe für zwei Stunden, beantwortet Anfragen und sucht den geeigneten Schüler für den Job. Diese können sich bei der Jugendarbeit melden und werden in eine Nachrichtengruppe aufgenommen.

Das Projekt CashFlow ist momentan in der Versuchsphase. Diese dauert bis zu den Frühlingsferien im April 2018. Bis dahin sollten drei Hauptziele erfüllt sein. «Zum einen sollen die Jugendlichen ihre Sozial- und Persönlichkeitskompetenzen bewerten und von ihren Arbeitgebern beurteilt werden», erklärt die Jugendarbeiterin. Auch diese Fragebogen habe sie zusammen mit den Jugendlichen erstellt. «Ein weiteres Ziel ist, dass wir bis zum Ende der Pilotphase mindestens zehn verschiedene Arbeitgeber vermitteln konnten.» Linda Spörri gibt zu, dass sie mit tiefen Zahlen rechnen würde. Es gilt herauszufinden, ob die Sackgeld-Aufbesserer auch ein Bedürfnis der Bevölkerung sind. «Es freut mich sehr, dass bereits jetzt vier Jobanfragen eingetroffen sind», sagt die Projektverantwortliche.

Ein Ziel wurde bereits erreicht

Das dritte Ziel hätten sie bereits erreicht: nämlich mindestens drei Jugendliche finden, die in der Projektgruppe mitarbeiten möchten. Linda Spörri findet für die vier Schüler der ersten Oberstufe nur lobende Worte: «Ich bin megaglücklich mit der Gruppe. Sie sind topmotiviert, sehr reif und helfen mit, wo sie können.»

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie auf www.jah-zg.ch. Jobangebote können Sie an cashflow.hue@gmail.com oder über 079 761 44 86 richten. Bearbeitet werden sie am Mittwochnachmittag.

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