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HÜNENBERG: «Einfach Fasnacht – Fasnacht kennt kein Alter»

Die Eichezunft inthronisiert ihr Zunftpaar. Biber I. und Alexandra die Liebenswürdige übernehmen das Zepter.
Martin Mühlebach
Das neue Hünenberger Eichezunftpaar: Biber I. und Alexandra, die Liebenswürdige. (Bild: Andreas Busslinger (Hünenberg, 20. Januar 2017))

Das neue Hünenberger Eichezunftpaar: Biber I. und Alexandra, die Liebenswürdige. (Bild: Andreas Busslinger (Hünenberg, 20. Januar 2017))

Welches Zunftpaar übernimmt das Zepter der Eichezunft Hünenberg von Peter I. Hürlimann und Nadja der Freundschaftlichen? «Das weiss niemand, denn die Beantwortung dieser Frage wird wie ein Staatsgeheimnis gehütet», sagte der Zuger Regierungsrat Urs Hürlimann am Samstagabend vor dem Beginn der Inthronisationsfeier 2018 im Einhornsaal. Urs Hürlimann bewies hellseherische Fähigkeiten, als er orakelte: «Ich favorisiere Martin ‹Biber› Cerletti und seine Frau Alexandra.» Kurz nach 23 Uhr lüftete Peter Spieler das streng gehütete «Staatsgeheimnis». Er verkündete: «Als Sprecher von Netz Natur, dank der Billag Gebühren, verkünde ich: «Das Eichezunftpaar 2018 sind Biber I. und seine Biberette, äh, Alexandra aus Hünenberg-See.» Unter einer Standing Ovation und langanhaltendem Applaus betrat das soeben erkorene Eichezunftpaar die Bühne. Peter Spieler betonte: «Biber I. und Alexandra haben während unserer Fasnacht nur zweimal gefehlt – als ihre Töchter Silvana (20) und Carmela (18) zur Welt kamen.» Bei der Übergabe der Insignien wandte sich Nadja die Freundschaftliche an das neue Zunftpaar. Sie sagte: «Geniesst die Tage, es wird eine wunderbare Zeit.» Peter I. betonte: «Ich empfinde eine extreme Freude, dass ihr unsere Nachfolge antretet.»

Bevor der Reigen der Gratulationen einsetzte, dankte Biber I. den aufspielenden Guggenmusigen Quaker und Cocoricos und den Organisatoren des gelungenen Postabends. Danach verkündete er: «Unser Motto lautet: ‹Einfach Fasnacht – Fasnacht kennt kein Alter›.»

Schauspielerische Glanzleistung

Schon vor der Inthronisation ging es auf der zur Eichepost umgewandelten Bühne hoch zu und her. Während einige Briefe pflichtbewusst ungeöffnet in die Postfächer verteilt wurden, öffnete ein Angestellter einen Brief. Als er ertappt wurde, meinte er schlicht und einfach: «Wer etwas geheim hält, hat etwas zu verstecken – wie die Bekanntgabe des neuen Zunftpaars.» Mehreren Personen im Saal wurden Schlüssel überreicht und sie aufgefordert, ihr Postfach zu öffnen. Was dabei zum Vorschein kam, deckte einige Missstände auf, die im vergangenen Jahr zu reden gaben. Offenkundig wurde auch die Angst, dass die Postfiliale in Hünenberg wegen Sparmassnahmen geschlossen werden könnte. Um die Post Hünenberg auf Vordermann zu bringen, wurden mehrere Verbesserungsmöglichkeiten in Betracht gezogen. So wurde beispielsweise angeregt, den Teamgeist zu stärken, Drogerieartikel und Backwaren anzubieten und der Post ein urbanes oder ländliches Design zu verpassen. Ein urbanes Design ähnlich des Restaurants Wart, das sich neuerdings mit englischen Begriffen und weltmännischen Preisen ein gehobenes Image verpasst.

Es war umwerfend, mit welchem Ideenreichtum, mit welch träfen Sprüchen und mit welcher schauspielerischen Glanzleistung sowohl die Post Hünenberg als auch ihr Personal und die Kundschaft aufs Korn genommen wurden.

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

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