HÜNENBERG: Er ist seit 40 Jahren hier Pfarrer

Markus Fischer hat im Dorf die katholische Pfarrei aufgebaut. Jetzt darf er eine Urkunde entgegen-nehmen.

Rahel Hug
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Pfarrer Markus Fischer (hinten) im Gespräch mit dem Hünenberger Bürgerrat Beat Luthiger. (Bild Stefan Kaiser)

Pfarrer Markus Fischer (hinten) im Gespräch mit dem Hünenberger Bürgerrat Beat Luthiger. (Bild Stefan Kaiser)

Hünenberg hat einen neuen Ehrenbürger: Am 15. Mai hat der Bürgerrat beschlossen, dem langjährigen Pfarrer Markus Fischer das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. An der Bürgergemeinde-Versammlung vom 26. Juni wird die Urkunde übergeben. Die Einladung zu der Versammlung wird in den nächsten Tagen in die Haushalte aller Hünenberger Bürger flattern.

«Modern und konsequent»

«Markus Fischer hat die Kirche und die Pfarrei aufgebaut, viele neue Ideen eingebracht und die Leute aus dem Dorf immer mit einbezogen», sagt Bürgerrat Beat Luthiger. Fischer habe Hünenberg während des rasanten Wachstums von einer Bauern- zu einer Agglomerationsgemeinde begleitet. Dabei habe der Pfarrer massgeblich dazu beigetragen, dass der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft bestehen blieb.

«Er war ein moderner und konsequenter Pfarrer, der sehr aktiv war und sich nie zurückgezogen hat», fügt Bürgerpräsident Andreas Huwyler an. «Er hatte auch zu den Reformierten ein gutes Verhältnis. Die Ökumene wird hier wirklich gelebt und dazu hat Pfarrer Fischer einen wichtigen Beitrag geleistet», so Huwyler. Lobende Worte für den 76-Jährigen, der Ende Juni das 50-jährige Priesterjubiläum feiern darf.

Er aber bleibt bescheiden: «Ich bin einfach hierhergekommen und hatte mit allen ein gutes Verhältnis. Es ging mir nie darum, Kontrolle auszuüben.» Eine wichtige Person war für Fischer die Pfarrhaushälterin Mathilde Thali. «Mir ist wichtig, dass sie auch genannt wird. Sie war eine sehr bedeutende Person für mich», so der Pfarrer.

Markus Fischer, der in Fischbach im Kanton Luzern geboren wurde, kam im Jahr 1974 nach Hünenberg, wo er als erster Pfarrer der römisch-katholischen Pfarrei Hünenberg eingesetzt wurde. Nach 40 Jahren trat er im Jahr 2004 im Alter von 67 Jahren zurück. Von 1992 bis 2012 war Fischer zudem Domherr des Standes Zug. Darauf ist der vife Pfarrer nun doch ein wenig stolz: «Ich durfte drei Bischöfe mitwählen», sagt er. Domherren werden jeweils vom Regierungsrat gewählt.

Der siebte Ehrenbürger

Der Hünenberger Bürgerrat hat mit Pfarrer Fischer nunmehr sieben Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Von den Ehrenbürgern leben heute nur noch zwei – neben Markus Fischer ist dies Ständerat Peter Bieri. «Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts handhaben wir sehr restriktiv», sagt Bürgerpräsident Huwyler. «Dass wir erst sieben Ehrenbürger haben, zeigt, dass diese Ernennung etwas Spezielles ist.» Das Ehrenbürgerrecht sei ein Zeichen der Wertschätzung. Es solle das Engagement für die Öffentlichkeit und die Gesellschaft und die Verbundenheit mit der Gemeinde Hünenberg auszeichnen.