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HÜNENBERG: Fröhlich – aber nicht überschwänglich

Zu sehen gab es friedliche Freiheitskämpfer, steuernde Seevögel und den Beweis: Das Konzept Konfetti-Badewanne funktioniert noch.
Julian Feldmann
Der Fasnachtsumzug Hünenberg bot noch einmal viele bunte Kostüme und ausgelassene Konfetti-Schlachten. (Bild: Roman Hodel)

Der Fasnachtsumzug Hünenberg bot noch einmal viele bunte Kostüme und ausgelassene Konfetti-Schlachten. (Bild: Roman Hodel)

Julian Feldmann

Gesitteter als auch schon zeigte sich die schaulustige Menge gestern zu Beginn des Umzugs. Hat sich die Kälte in die Gemüter eingeschlichen, sind die Hünenberger etwa schon fasnachtsmüde? Oder ist die Stelle direkt an der Strassensperre, wo die Polizei die Autos in richtige Bahnen zu lenken versucht, schlicht eine ungeschickte Platzwahl?

Bild: Roman Hodel / Neue ZZ
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Bild: Roman Hodel / Neue ZZ
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8 Bilder

Umzug Hünenberg

In der Dorfmitte ist mehr los

Tatsächlich: Umso näher man zum Dorfkern vorstösst, desto festlicher wird die Stimmung und bunter das Treiben. Erst sorgt Tolly, die Konfetti-Schlange, für farbliche Vielfalt, wenig später färbt die Konfetti-Kanone der Letzibuzäli den Boden und sämtliche Leute in ihrem Umkreis blau. «Was die können, können wir schon lange», denken sich die jungen Fasnächtler der Gruppe Spass Lüten und attackieren die Zuschauer mit Konfetti-Steinschleudern.

Ähnlich bewaffnet waren die Eidgenossen ja schon vor 700 Jahren. Die Gruppe Wiprächtiswiler lässt die Schlacht bei Morgarten hochleben. Mit Hellebarden armiert, nehmen sie den Kampf gegen die Habsburger auf. Als diese endlich besiegt sind, stecken sich die tapferen Krieger Kekse auf die Spitze ihrer Waffen und halten diese den Zuschauern unter die Nase. Ob es damals wirklich so abgelaufen ist? Da dürfen sich die Historiker gerne wieder darüber streiten.

Es geht also doch!

Sie ist in Kritik geraten, die Konfetti-Badewanne. Seit einem Zwischenfall in Schänis SG, wo eine junge Frau verletzt wurde, stellt die Boulevardpresse diesen Fasnachtsbrauch in Frage. Nur noch junge Frauen würden gepackt, in das Papierschnipselbad geworfen und dabei betatscht, so der Tenor. Die Gruppe Chamotä widerlegte diese These gestern: Nicht nur junge Frauen wurden in der Wanne einer friedfertigen, wasserlosen «Reinigung» unterzogen. Unverwässert ist auch die Aussage des Töff-Clubs Hagendorn. Sie thematisieren die seit letzten Mai abgeschlossenen Sanierungen am Seeufer Hirsgarten und fragen sich: «Wo sind die Millionen verbaut?» Für Spektakel sorgt eine Ente, die auf einem Motorboot dem Wagen hinterherkurvt.

Irgendwann ist die letzte der insgesamt 38 Nummern durch die Gasse getrottet. Dann marschiert das Fasnachtsvolk dem Trupp hinterher das Fest soll schliesslich noch weitergehen.

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