HÜNENBERG: Guggen-Fest mit neuer Dimension

Für gute Stimmung, ausgefallene Bars und Livemusik ist das Play-on bekannt. Nun soll ein neues Konzept frischen Wind bringen.

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Wo man im Saal Heinrich von Hünenberg auch hinsieht, stehen Leute in Grüppchen beieinander. Sie plappern, lachen, trinken oder wippen und tanzen zur Musik aus den Lautsprechern. Alle sind sie nach Hünenberg gekommen, um sich am diesjährigen Play-on der Guggenmusig Cocorico zu vergnügen.

Strandatmosphäre
Ein Wegweiser in der Mitte des mit Blues Brothers und anderen Musikermotiven geschmückten Foyers verrät, in welchen verschiedenen Richtungen sich die Besucher die Zeit vertreiben können. Neben einer Beach-Bar mit Strandatmosphäre, der fast schon obligaten Kafistube und diversen anderen Bars kamen Liebhaber von Livemusik im grossen Saal auf ihre Kosten. Auf der Bühne sorgten die beiden Bands Myron und Cenit mit ihren rockigen Klängen für gute Stimmung beim vorwiegend jungen Publikum.

Wem das muntere und fröhliche Treiben in den Bars und im Saal zu viel wurde, dem boten sich genügend Sitzgelegenheiten in ruhigeren Ecken, um sich etwas vom Trubel zu erholen.

Den Leuten etwas zurückgeben
Bereits zum achten Mal fand vergangenen Samstag das Play-on statt. «Mit diesem Anlass wollen wir den Leuten, die wir von der Fasnacht her kennen, einen tollen Abend bieten und ihnen etwas für ihre Unterstützung zurückgeben», sagte Stefan Brügger, Präsident der Guggenmusig Cocorico. Trotzdem sei das Play-on kein Vorfasnachts-, sondern vielmehr ein Herbstanlass.

Guter Vorverkauf
Mit dem Ablauf der Organisation wie auch mit dem Vorverkauf war Brügger absolut zufrieden: «Die Ticketverkäufe lassen auf einen ähnlich gelungenen Abend hoffen wie in den Jahren zuvor. Und dies trotz eines etwas geänderten Konzepts.»

Setzten die Organisatoren bis anhin auf Brassband-Sound, so stand das Play-on 2009 ganz im Zeichen der Rockmusik.

Das neue Konzept kommt an
Diese Veränderung kam bei den meisten Besuchern sehr gut an. Sie feierten noch bis in die frühen Morgenstunden hinein. Ob am Schluss noch alle den Ausgang gefunden haben, ist unklar. Dafür fand sich nämlich kein Wegweiser.

Danis Dietziker/Neue ZZ