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HÜNENBERG: Luzerner Architekten machen mit «Maihölzli» das Rennen

Mit der Zentrumsentwicklung geht es voran. Bald startet das Bebauungsplanverfahren. Das letzte Wort hat das Volk.
So soll es im Hünenberger Dorfkern dereinst aussehen: Im Vordergrund ist das Gebäude mit den Alterswohnungen zu sehen, im Hintergrund der Grossverteiler. (Bild: Visualisierung PD)

So soll es im Hünenberger Dorfkern dereinst aussehen: Im Vordergrund ist das Gebäude mit den Alterswohnungen zu sehen, im Hintergrund der Grossverteiler. (Bild: Visualisierung PD)

«Maihölzli» – diesen Namen trägt nicht nur die Wiese mitten in Hünenberg, sondern auch das Siegerprojekt, das für die Zentrumsentwicklung an genau diesem Ort weiterverfolgt werden soll. Gestern haben die Einwohner- und die Kirchgemeinde gemeinsam mit der Bauherrin, der Jego AG, über das Resultat des im April gestarteten Architekturwettbewerbs informiert. Das Rennen gemacht haben die Architekten ro.ma. roeoesli & maeder gmbh aus Luzern. Ihre Vorschläge wurden aus acht eingereichten Projekten von einer Jury ausgewählt. Vom kommenden Mittwoch, 2. Dezember, bis am 8. Dezember können die Projekte im Foyer Dorfplatz im Zentrum «Heinrich von Hünenberg» besichtigt werden. Die Vernissage findet am 2. Dezember statt (siehe Hinweis).

Jego AG hat Federführung

Bekanntlich soll auf dem Areal zwischen dem Maihölzliweg, dem Dorfplatz, der Kirche und dem Gemeindesaal ein Neubau mit einem Grossverteiler realisiert werden. Während die Jego AG als Grundeigentümerin die Federführung hat, nimmt die Gemeinde eine beratende Funktion ein. Die Kirchgemeinde, der unter anderem das heutige Parkplatzareal gehört, ist ebenfalls mit im Boot. Sie soll einen Gegennutzen in der neuen Überbauung erhalten.

Der Umstand, dass mehrere Eigentümer beteiligt seien und viele Interessen unter einen Hut gebracht werden müssten, sei denn auch die grösste Herausforderung gewesen, sagt Ivo Jegg­li, Mitglied des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung der Jego AG. Das Siegerteam habe diese Schwierigkeit am besten bewältigt: «Es ist den Architekten sehr gut gelungen, die komplexe Aufgabenstellung umzusetzen», betont Jegg­li. Er sei überzeugt, dass dieses Projekt zur Aufwertung und Belebung des Hünenberger Zentrums führen werde.

Auf dem Areal sind drei Gebäude geplant: In der grössten, direkt an der Chamerstrasse liegenden Einhei, sollen die Migros sowie Eigentumswohnungen unterkommen. Der Eingang zum Grossverteiler wird auf der östlichen Seite im ersten Geschoss liegen. Für das Erdgeschoss auf der Seite der Hauptstrasse werden weitere öffentliche Nutzungen vorgeschlagen. Südlich dieses Komplexes soll, angrenzend zum bestehenden Dorfplatz mit Brunnen, ein kleinerer Bau mit Alterswohnungen entstehen. Das dritte Gebäude soll nördlich der Kirche zu stehen kommen und ebenfalls Eigentumswohnungen beherbergen. Die Häuser an der Chamerstrasse 10 und 12 sowie am Maihölzliweg 2 werden den neuen Bauten weichen müssen. Behandelt hat das Architektenteam auch den Perimeter nördlich des Maihölzliweges. Dort sind ein Verwaltungsgebäude sowie ein Haus mit Mietwohnungen angedacht. Diese Parzelle soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt bebaut werden.

Bebauungsplan wird ausgearbeitet

Mit dem nun abgeschlossenen Architekturwettbewerb sei die Zentrumsentwicklung in Hünenberg einen wichtigen Schritt vorwärtsgekommen, hält Ivo Jeggli fest. Das Ergebnis dient nun als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren. Dieses soll nach den Anpassungen am Projekt in Angriff genommen werden, wie der Jego-Verwaltungsrat erklärt. Gleichzeitig wird die nötige Umzonung vorbereitet. Das letzte Wort hat schliesslich das Volk: Über den Bebauungsplan und die Umzonung wird an der Urne oder an der Gemeindeversammlung abgestimmt. Wann es so weit sein wird, ist laut Ivo Jeggli derzeit schwierig zu sagen. «Unser Ziel ist es, das Projekt Ende 2016 zur Abstimmung zu bringen.» Die Detailplanung und das Baubewilligungsverfahren würden demnach nicht vor 2017 zu erwarten sein. Ebenfalls noch nicht konkret ist der Betrag, den die Unternehmung für das Grossprojekt investieren wird. «Dazu können wir noch keine Angaben machen», sagt Jeggli. Er freut sich auf die Veränderungen im Ortskern: «Damit entsteht für die Gemeinde Hünenberg und die Bevölkerung ein echter Mehrwert.»

Zufrieden ist auch Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann, die die Zentrumsplanung seit mehreren Jahren begleitet. «Das Siegerprojekt passt zu Hünenberg», sagt sie. Es nehme trotz innerer Verdichtung den dörflichen Charakter auf. «Einige der anderen Projekte hätten einen Kontrapunkt gesetzt. Die Pläne der Sieger jedoch fügen sich gut in die Umgebung ein.»

Rahel Hug

Hinweis

Am Mittwoch, 2. Dezember, findet um 18 Uhr im Foyer Dorfplatz die Vernissage der Wettbewerbsausstellung statt. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind unter www.huenenberg.ch zu finden.

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