HÜNENBERG: Reussufer soll aufgewertet werden

Ein neuer Fussweg auf dem Damm und die Befreiung der Reuss aus ihrem harten Bett: das sind zwei Massnahmen, mit denen die Zuger Baudirektion das Reussufer aufwerten will – zum Nutzen der Natur und zum Vorteil der Erholungssuchenden.

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Die Reuss in Hünenberg. Bild Werner Schelbert/Neue ZZ

Die Reuss in Hünenberg. Bild Werner Schelbert/Neue ZZ

Die Baudirektion des Kantons Zug legt ein Projekt öffentlich auf, das der Aufwertung des Reussufers in der Maschwander Allmend in der Gemeinde Hünenberg dient. Wie die Baudirektion mitteilt, sind konkret drei Massnahmen geplant, die im kommenden Herbst umgesetzt werden sollen:

  • Die Anlage eines Dammweges nördlich der Mühlauerbrücke,
  • Die Ergänzung der Uferrenaturierung in diesem Gebiet
  • Die leichte Erhöhung des Dammes beim Reussspitz

Die Massnahmen sind nach Angaben der Baudirektion Bestandteil eines Entwicklungskonzeptes, das die Schönheit und Vielfalt der Moorlandschaft Maschwander Allmend erhalten und fördern soll.

Fussweg auf dem Damm
Auf dem Reussdamm besteht heute ein Trampelpfad, der bei hohem Gras und nasser Witterung nicht begangen werden kann. Die Baudirektion will deshalb auf der Dammkrone einen Kiesweg von 1,9 Kilometern Länge anlegen. Der neue, 80 Zentimeter breite Weg soll ausschliesslich der Erholungsnutzung dienen und deshalb nur für Fussgänger zugänglich sein.

Ergänzung der Uferrenaturierung
Vor drei Jahren wurde das Reussufer renaturiert. Eine der Massnahmen war das Entfernen von Betonelementen, die einst zur Sicherung der Böschungen eingebaut wurden. Nicht beseitigt hat man einzig die unterste Reihe der harten Verbauungen, um damit den Böschungsfuss zu schützen.

Die Hochwasser von 2005 sowie 2007 aber haben gezeigt, dass auch die verbliebenen Betonteile und der Blocksatz aus Natursteinen nicht nötig sind. Deshalb ist geplant, die verbliebenen Hartverbauungen in den bereits renaturierten Abschnitten zu beseitigen und das Ufer naturnah zu gestalten.

Kleine Dammergänzung beim Reussspitz
Die dritte Massnahme dient Angaben der Baudirektion zufolge vor allem dem Hochwasserschutz. Während der letzten Hochwasser strömten grosse Mengen an Sand, Schlick und Kies in die Riedwiesen des Naturschutzgebietes unterhalb des Damm-Endes beim Reussspitz. Um solche Hochwasserfolgen künftig zu verhindern, soll das Terrain in diesem Bereich um rund 50 Zentimeter angehoben werden.

Die Baudirektion des Kantons Zug legt das Projekt vom 16. Mai bis zum 4. Juni 2008 beim kantonalen Tiefbauamt in Zug und bei der Gemeindekanzlei in Hünenberg öffentlich auf.

kst