HÜNENBERG: Schon wieder hat es gestunken

Bereits Ende 2012 verursachte das Biomasse-Heizkraftwerk in Hünenberg üble Gerüche – nun soll neue Technik Abhilfe schaffen.

Luc Müller
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Geschäftsführer Beat Suter kontrolliert alle Werte. Im schwarzen Rohr im Hintergrund war der Abfluss verstopft, was den Geruch verursachte. (Bild Stefan Kaiser)

Geschäftsführer Beat Suter kontrolliert alle Werte. Im schwarzen Rohr im Hintergrund war der Abfluss verstopft, was den Geruch verursachte. (Bild Stefan Kaiser)

«Es hat mächtig gestunken», berichten Anwohner in Hünenberg See am vergangenen Wochenende. Auch Autofahrer, die am direkt an der Autobahn gelegenen Biomasse-Heizkraftwerk vorbei gefahren sind, haben den üblen Gestank wahrgenommen. Das Kraftwerk verarbeitet biogene Abfälle und Gülle zu Energie. «Ja, wir haben Reklamationen erhalten», bestätigt Werner Schuler, Präsident der Biomasse Energie AG (Bieag). Schon Mitte Dezember rümpften die Einwohner in Hünenberg See vor allem im Quartier Kemmatten die Nase wegen des unangenehmen Geruchs, der vom Biomasse-Heizkraftwerk her rübergeweht wurde. Damals fanden die Verantwortlichen nach ein paar Tagen die Ursache für den Gestank.

Problem im Biowäscher

Die im Heizwerk während des Vergärungsprozesses produzierte Luft wird in einem Tank mit Wasser gereinigt. Im Rohr befinden sich Lockenwicklern ähnliche Füllkörper, die von einem feinem Regen berieselt werden. Dazu fliesst ständig frisches Wasser nach – doch im sogenannten Biowäscher war der Abfluss verstopft. Das verschmutzte Wasser konnte nicht wie normalerweise automatisch abfliessen und fing an zu faulen, was wiederum für Gestank sorgte, der über das Abluftrohr entwichen ist. «Nun ist der Abfluss wieder von Brocken verstopft worden.» Das hat eine Kontrolle ergeben, die nach den aktuellen Reklamationen durchgeführt wurde. «Nun haben wir Massnahmen vorgenommen», so Schuler. «Jetzt ist beim Abfluss ein Alarm eingebaut, der allfällige Störungen sofort am Computer anzeigt.»

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