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HÜNENBERG: Schutz im Havariefall

Der Grundwasserschutz in Drälikon wird ausgebaut und die Kantonsstrasse saniert. Dafür ist eine Vollsperrung nötig – während kurzer Zeit.

Die WWZ Netze AG betreibt im Drälikerboden unmittelbar neben der Drälikerstrasse (Kantonsstrasse 368) einen Filterbrunnen zur Trinkwassergewinnung. Das bedeutet, dass Strassenabwasser ebenfalls in die Grundwasserschutzzone versickert. In den nächsten Monaten wird deshalb die Strasse auf einer Länge von rund 550 Metern innerhalb der Grundwasserschutzzonen S1 bis S3 saniert, wie die kantonale Baudirektion mitteilt.

Konkret wird das sogenannte Muldenrigolensystem im Grünstreifen zwischen der Fahrbahn und dem Rad- und Fussweg neu gebaut, damit in Zukunft anfallendes Strassenabwasser gesammelt und gereinigt über Leitungen in den Riedhofbach geführt werden kann. Eine Rigole ist laut Wikipedia ein unterirdischer, seltener auch teilweise oberirdischer Pufferspeicher. Über einen Schieber kann bei einem Havariefall die Leitung abgesperrt werden, um so die Verunreinigung des Drälikerbachs und anschliessender naturnaher Gewässer zu vermeiden. Weiter wird der Strassenoberbau lokal verstärkt, der hydraulisch und ökologisch mangelhafte Durchlass am Riedhofbach ausgebaut sowie der Deckbelag saniert. Parallel dazu erneuert die WWZ Netze AG ihre Wasserleitung in der Strasse und im Rad- und Fussweg.

Die Wasserqualität wird verbessert

Die Baumassnahmen sind laut der Mitteilung des Kantons nicht nur nötig, sondern auch wichtig. Eine Vielzahl von Zielen könne damit erreicht werden. So zum Beispiel wird die Grundwasserqualität verbessert, und die Trinkwassergewinnungsanlage sowie der Vorfluter werden vor verunreinigtem Strassenabwasser im Havariefall geschützt. Mit der Belagssanierung wird die Verkehrssicherheit erhöht und werden die hydraulischen und die ökologischen Defizite am Durchlass Riedhofbach verbessert.

Im Grünstreifen zwischen Rad- und Fussweg und der Fahrbahn wird eine zum Grundwasser hin abgedichtete Muldenrigole mit Sickerleitung und Überlaufschächten erstellt. Parallel dazu wird die Sammelleitung in der Fahrbahn inklusive der Kontrollschächte verlegt mit einem Anschluss über einen Schieberschacht an den Riedhofbach. Die Fahrbahn wird angehoben und erhält damit ein einseitiges Gefälle, damit das Wasser kontrolliert abläuft. Der bestehende Durchlass wird durch ein Wellstahlrohr mit grösserem Durchmesser und einseitigem Bankett ersetzt.

Der voraussichtliche Bau­beginn erfolgt am kommenden Montag, 19. Juni, das Bauende ist für November geplant. In dieser Zeit wird der Verkehr mindestens einstreifig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Einmündungen von Drälikon und den Güterstrassen bleiben während der Bauzeit befahrbar. Der Rad- und Fussweg bleibt für den Verkehr frei. Die Zufahrt zu den Liegenschaften ist gewährleistet. Für den Einsatz des Wellstahlrohrs müssen die Drälikerstrasse sowie der Rad- und Fussweg voraussichtlich von Samstag, 1. Juli, bis Montag, 3. Juli, 5 Uhr, für jeglichen Verkehr gesperrt werden. (red)

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