HÜNENBERG: Sechs abgewiesene Asylbewerber verhaftet

In der Asylunterkunft Bösch sind am Dienstagmorgen sechs abgewiesene Asylbewerber festgenommen worden. Teilweise kamen bei der Verhaftung Schnellverfahren zum Einsatz.

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Bewohner eines Asylheims wurden in Bösch festgenommen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Bewohner eines Asylheims wurden in Bösch festgenommen (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Insgesamt wurden sieben anwesende Asylbewerber von der Polizei untersucht. Sechs von ihnen nahmen die Beanten mit und brachten sie auf den Hauptposten. In einem Schnellrichterverfahren bestrafte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug drei sich illegal in der Schweiz aufhaltende Männer wegen Wider-handlungen gegen das Ausländergesetz mit unbedingten Freiheitsstrafen (50 und 60 Tage) respektive Geldstrafe (60 Tagessätze). Einer der Asylbewerber war zudem durch eine ausserkantonale Behörde im Fahndungssystem zur Verhaftung ausgeschrieben.

Festgenommene aus Nordafrika und dem Iran

Die Urteile gegen die anderen drei Festgenommenen sind noch ausstehend; die festgestellten Verstösse werden in bereits laufende Verfahren integriert, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Mittwoch mitteilen. Die abgewiesenen Asylbewerber stammen aus Algerien, Eritrea, Iran, Marokko und Tunesien.

Bei der Hausdurchsuchung ebenfalls vor Ort anwesend war der Generalsekretär der Direktion des Innern, die für die Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton Zug zuständig ist. Bereits Ende Juli 2013 führten die Zuger Strafverfolgungsbehörden eine Hausdurchsuchung in der Asylunterkunft Bösch durch.

pd/nop