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HÜNENBERG: Silo-Festival ein grosser Erfolg

Für drei Tage verwandelte sich der Hof Stadelmatt in einen grossen Festplatz. Man konnte eintauchen in Musik und Kunst.
Carina Blaser
In der Stadelmatt in Hünenberg ging das erste Silo-Festival über die Bühne – ganz und gar handyfrei. (Bild Maria Schmid)

In der Stadelmatt in Hünenberg ging das erste Silo-Festival über die Bühne – ganz und gar handyfrei. (Bild Maria Schmid)

Carina Blaser

«An diesem Ort können sich die Leute ausleben, es mischt sich Musik und Kultur von überall», meint Marion Suter begeistert. Mit diesem Ort ist ein idyllischer Hof in der Reussebene zwischen Wäldern gemeint, wo sich am Wochenende während dreier Tage musikbegeisterte Leute trafen, um die Geburtsstunde eines neuen Zuger Festivals einzuläuten. An diesem Ort versammelte sich eine geballte Ladung Kreativität, musikalisches Talent und insbesondere eine grosse Portion gute Laune. Die erste Ausgabe des Silo-Festivals kann als Erfolg angesehen werden. «Das ganze Open Air ist super organisiert. Ich hoffe sehr, dass es viele weitere Ausgaben des Silo-Festivals geben wird», meint Roger Fankhauser, welcher am Lagerfeuer im Jam-Session-Tipi mit seiner Gitarre zum alten Klassiker «Take Me Home, Country Roads» anstimmt.

«Handyfrei» funktioniert bestens

Wer sich nicht selber musikalisch ausleben möchte, kann sich an verschiedenen Konzerten von der Musik berauschen lassen. Viele Bands aus der Region und Umgebung sorgten am ­Silo-­ Festival für Höchstwerte auf dem Stimmungsbarometer. An diesen drei Tagen wurde sicherlich das Herz eines jeden ­Musikfans berührt. Von gutem alten Rock ’n’ Roll über Hip-Hop und Rap bis hin zu live gespieltem Electro-House liess sich alles finden. Die gemütliche, träge Atmosphäre unter der Sommerhitze am Nachmittag verwandelte sich in der Dämmerung immer mehr in ein riesengrosses Tanzspektakel. Angetrieben durch gute Musik trotzte die Menge dem Regen und liess sich auf das grosse Experiment Silo-Festival ein. Das neu aufgezogene Open Air zeichnet sich nicht nur durch ein liebevoll gestaltetes Gelände aus, welches die Besucher zum gemütlichem Zusammensein entführt, sondern schafft, ironischerweise durch eine Vorschrift, eine grosse Portion Freiheit und sorgt für Flucht aus dem Alltag. Das Konzept «handyfreies Silo-Festival» klappt. Auf die Bühne herrscht freie Sicht, und es wird miteinander geredet. Es herrscht Augenkontakt, und geht jemand verloren, dauert es nicht lange, bis wieder Anschluss gefunden wurde. «Die Idee, ein handyloses Open Air zu organisieren, kann ich nur unterstützen», meint Koni Tresch, «man verliert hier total das Zeitgefühl, aber das ist absolut nebensächlich.»

Zeitlos aufgrund der fehlenden Uhren, abgekoppelt von sozialen Medien und Nachrichten scheint sich das Motto der Veranstalter des Festivals zu erfüllen. In Hünenberg ging es während dreier Tage um das Erleben des realen Augenblicks. «Am Anfang greift man noch ein paar Mal in die Hosentasche, aber irgendwann ist man frei», erklärt Miralem Sprecak, welcher die gute Organisation und die fairen Preise für Verpflegung und Getränke lobt. «Als Musiker bekommt man hier auf der Bühne sehr viel Resonanz vom Publikum, und als Zuschauer ist es für mich wohl seit 10 Jahren das erste Konzert, bei dem die Bühne nicht durch Tausende Handys verdeckt ist», meint Andreas Schwendener von der Band Stuck in Traffic begeistert. Nach dem Auftritt testete er selber das Experiment Silo-Festival und war begeistert, dass auch das Kleidermotto «Modern Hippie» so gut umgesetzt wurde.

Mit Shuttlebus zurück in die Realität

«Das Silo-Open-Air ist ein grossartiges, konzentriertes Festival, wo man zum Bleiben angeregt wird», ergänzt Sänger und Gitarrist Dino Sabanovic. Der «Love»-Schriftzug, welcher über dem Gelände thront, mahnt zu friedlichem Umgang, den sich die zahlreichen Besucher zu Herzen nehmen. Wer nach dem abwechslungsreichen Programm müde war, konnte sich in seinem Zelt ausruhen oder benutzte den Shuttlebus, welcher erschöpfte Festivalbesucher sicher durch die dunklen Felder weg vom Hippie-Universum zurück in die Realität beförderte.

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