HÜNENBERG: SP will das Gemeindepräsidium erobern

Am Jubiläumsparteitag nominierte die Ortspartei ihre Kandidaten für die Gesamterneuerungswahlen. Mit Hubert Schuler tritt ein Politiker mit Erfahrung an.

Drucken
Teilen
Der neue Kantonsratspräsident Hubert Schuler vor der Gemeindeverwaltung in Baar. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der neue Kantonsratspräsident Hubert Schuler vor der Gemeindeverwaltung in Baar. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Mit roten Rosen und einem kräftigen Applaus nominierte die SP Hünenberg am Montag im Einhornsaal ihre Kandidaten für die Gesamterneuerungswahlen am 7. Oktober dieses Jahres. Ein Name fiel am 30. Ordentlichen Parteitag besonders oft: Hubert Schuler (60), Präsident der SP Hünenberg und Kantonsrat, stellt sich für den Gemeinderat, das Gemeindepräsidium und den Kantonsrat zur Verfügung. Mit ihm wird auch die 23-jährige Virginia Koepfli auf der Liste für den Kantonsrat stehen. Für die Rechnungsprüfungskommission (RPK) wurde Adrian Julier (53) von der Versammlung portiert. Die Nominationen erfolgten jeweils einstimmig.

Die Ausgangslage in Hünenberg verspricht, dass die Wahlen im Oktober spannend werden: Drei Gemeinderäte werden nicht mehr antreten. Darunter Käty Hofer (SP) und Ueli Wirth (FDP). «Wir haben beide das Pensionsalter überschritten», erklärte Käty Hofer an der SP-Versammlung. Und auch die bisherige Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann (FDP) wird nicht mehr zur Verfügung stehen. «Hubert Schuler hat politische und Führungserfahrung. «Ich bin von seinen Qualifikationen überzeugt», sagte Käty Hofer. Hubert Schuler ist Abteilungsleiter des Baarer Sozialdienstes. «Ich habe meinen Arbeitgeber bereits informiert. Bei einer allfälligen Wahl in den Gemeinderat werde ich das Pensum reduzieren und bei einer Wahl zum Gemeindepräsidenten würde ich in Baar ganz aufhören», erklärte der Kandidat. Mit der Arbeit des aktuellen Gemeinderats sei er zufrieden. Da er sich selbst als familienfreundlich bezeichnet, würde er sich in diesem Bereich noch mehr engagieren.

Vorstand erhält Mandat für einen dritten Kandidaten

Sein Name wird somit drei Mal auf den Wahllisten stehen. «Das wird eine Herausforderung», sagte Schuler. Aber um das «Optimum» aus den Kantonsratswahlen herauszuholen, wünsche sich der Vorstand der Ortspartei drei Kandidaten auf der Liste, ergänzte Käty Hofer. Die Gemeinde Hünenberg hat sechs Sitze im Kantonsrat. Von den Mitgliedern erhält der Vorstand das Mandat, später noch eine dritte Person zu nominieren. «Wir haben mit verschiedenen Mitgliedern gesprochen, aber noch hat sich keiner dazu bereit erklärt», sagte Hofer weiter. Umso erfreulicher sei es, dass Virginia Koepfli für frischen Wind im Parlament sorgt und Adrian Julier, Auditor bei der Zürcher Kantonalbank, für die SP in die RPK möchte.

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Virginia Koepfli wird auch auf der Liste für den Kantonsrat stehen. (Bild: Stefan Kaiser)

Virginia Koepfli wird auch auf der Liste für den Kantonsrat stehen. (Bild: Stefan Kaiser)