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HÜNENBERG: Was passiert mit dem Ökihof?

Eine Machbarkeitsstudie zeigt auf, welche Möglichkeiten sich für die Bebauung des Zythus-Areals bieten. Was die Entsorgung betrifft, hat die Gemeinde eine neue Idee.
Rahel Hug
Der Kanton Zug will das Areal bei der Stadtbahnhaltestelle Zythus in Hünenberg See überbauen. (Bild: Stefan Kaiser (8. Mai 2018))

Der Kanton Zug will das Areal bei der Stadtbahnhaltestelle Zythus in Hünenberg See überbauen. (Bild: Stefan Kaiser (8. Mai 2018))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Heute eine grosse Fläche mit Parkplätzen und Bäumen – und künftig ein neu bebautes Areal mit Zentrumscharakter: Der Kanton will bekanntlich das Areal «Zythus» bei der S-Bahn-Station in Hünenberg See weiterentwickeln. Um abzuklären, was auf dem Gebiet alles möglich ist, wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie haben Vertreter der Gemeinde und des Kantons am Samstag im Rahmen der «Gesprächsrunde mit dem Gemeinderat» vorgestellt.

Für die Bebauung präsentiert die Studie drei Varianten. Die Variante «Bahnhofsquartier» sieht eine Sequenz von Gebäuden entlang der Eisenbahnlinie vor. Der Ansatz «Turm und Platz» geht von einem Turmpaar am Platz mit einer individuellen Bebauung auf den Privatparzellen aus. Die Variante «Zentrum» beinhaltet eine kleinteilige Gruppe von unterschiedlichen Gebäuden und Aussenräumen.

Bei den Ansätzen «Bahnhofsquartier» und «Platz und Türme» würden etwa 70 Wohnungen entstehen, bei der Variante «Zentrum» zirka 60. Die laut Angaben der Gemeinde rund 130 Anwesenden am Samstag haben Vor- und Nachteile diskutiert. Die Varianten «Turm und Platz» sowie «Zentrum» seien von verschiedener Seite als gut beurteilt worden, erklärt der Zuger Baudirektor Urs Hürlimann (FDP). «Das definitive Bebauungskonzept wird im Rahmen eines öffentlich ausgeschriebenen Projektwettbewerbs bestimmt, bei dem sicher noch weitere mögliche Varianten vorgeschlagen und auch geprüft werden.»

«Attraktiver Nutzungsmix» wird angestrebt

Ziel für das Areal sei, ergänzt Urs Hürlimann, ein «attraktiver Nutzungsmix, welcher der Zentrumsfunktion für Hünenberg See und der Marktlage gerecht wird». In diesem Sinne solle es hauptsächlich Wohnungen, vor allem auch kleinere Wohnungen für verschiedene Ansprüche, Verkaufsflächen, Büro-, Praxis-, sowie Gewerbeflächen geben.

Vorgestellt wurden am Samstag auch mögliche Verkehrsregimes. Da die Luzernerstrasse im Rahmen der Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) voraussichtlich zur Gemeindestrasse wird, ist die Gemeinde Hünenberg für die Umgestaltung des Strassenraumes zuständig. Denkbar sind eine Verkehrsberuhigung auf 50 Kilometer pro Stunde, eine Tempo-30-Zone oder eine Begegnungszone (20 Kilometer pro Stunde).

Heute befindet sich der gemeindliche Ökihof an der Luzernerstrasse 89 auf dem Zythus-Areal. Bei einer Bebauung hätte dieser hier nicht mehr Platz. Hünenberg ist die einzige Zuger Gemeinde, die zwei bediente Ökihöfe betreibt – im Dorf- und im Seegebiet. Der Gemeinderat hat sich deshalb Gedanken über einen zentralen Ökihof gemacht, wie der Bauvorsteher Thomas Anderegg (CVP) erklärte. Das bedeute aber nicht, dass es im Zythus keine Entsorgungsmöglichkeit mehr geben würde. Die Gemeinde denkt nämlich an eine Sammelstelle eines Grossverteilers, der im Zythus angesiedelt werden könnte. Als mögliches Gebiet für einen zentralen Ökihof käme für die Gemeinde das Areal Schlatt, direkt neben der Autobahn vis-à-vis der Garage Suter, in Frage. Thomas Anderegg betonte aber, dass es sich dabei zum heutigen Zeitpunkt erst um eine Idee handle. Das Grundstück gehört der Korporation Hünenberg.

Wie geht es nun weiter in Sachen Zythus? Gemäss der Baudirektion will man noch in diesem Jahr die Wettbewerbsausschreibung vorbereiten. Der zweistufige Architekturwettbewerb ist für 2019 vorgesehen. 2020 würde das Richtprojekt und damit die Grundlage für eine Zonenplanänderung folgen. Nach der Investorenausschreibung 2021 könnten ab 2022 die Projektierung und die Realisierung erfolgen.

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