HÜNENBERG: Widerstand gegen Asylstandorte

Der Gemeinderat lud ein zum Gespräch über eine weitere Asylunterkunft. Auf viel Gegenliebe stösst das Projekt nicht.

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Regula Hürlimann, Gemeindepräsidentin von Hünenberg: «Wir fangen nicht bei Nacht und Nebel an zu bauen.» (Bild: Archiv Neue ZZ)

Regula Hürlimann, Gemeindepräsidentin von Hünenberg: «Wir fangen nicht bei Nacht und Nebel an zu bauen.» (Bild: Archiv Neue ZZ)

«Die Gemeinde steht in der Pflicht», hat Gemeindepräsidentin Regula Hürlimann in ihrer Begrüssung klar und deutlich festgestellt. Und die Grundsätze des Gemeinderats bezüglich der zu bauenden Asylunterkunft nochmals aufgezählt: «Hünenberg ist mit den anderen Gemeinden solidarisch und will seinen Verpflichtungen nachkommen. Kantonale und gemeindliche Zwangslösungen sollen vermieden, verträgliche Lösungen angestrebt werden. Es soll keine Grossunterkunft und Massierung geben.»

Die Anwesenden der Info-Veranstaltunggoutieren eigentlich keinen der vier vom Gemeinderat präsentierten Standorte so richtig, als da wären: Chämleten, Huolen/Ehret, Zythusareal und Bösch (Ausbau). Stattdessen kommen zwei Angebote aus dem Publikum: Eine Dame bietet ihr altes Bauernhaus mitten im Dorf an, das aber unter Denkmalschutz gestellt werden soll und schon lange Teil eines Konflikts zwischen Eigentümer, Gemeinde und Kanton ist. Ein Herr erwähnt ein Dreifamilienhaus an der Grenze zum Kanton Aargau. Man werde die Vorschläge im gesetzlichen Rahmen prüfen, meint Regula Hürlimann zuletzt. Die heutigen Rückmeldungen würden ausgewertet, die nächste Info sei im Februar oder Mai. Die Hünenberger Gemeindepräsidentin verspricht aber: «Wir fangen nicht bei Nacht und Nebel an zu bauen.»

red