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Hundehalter sollen ihre Verantwortung wahrnehmen

Insbesondere im Frühling sind Wildtiere von Störungen besonders betroffen. Diese werden häufig durch Hunde verursacht. Die zuständige Behörde mahnt deshalb zur Rücksichtnahme.
Zoe Gwerder
Auf der neuen Hundefreilaufwiese beim Schiessstand Choller darf die Leine weggelassen werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 4. Juni 2018))

Auf der neuen Hundefreilaufwiese beim Schiessstand Choller darf die Leine weggelassen werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 4. Juni 2018))

«Leider kommt es durch wildernde Hunde immer wieder zu Angriffen auf Wild- und Nutztiere. Wir bitten Hundehalter, ihre Tiere unter Kontrolle zu halten», so steht es in einem Zuger Amtsblatt von Mitte Mai. Das Amt für Wald und Wild des Kantons Zug hat diesen Aufruf publizieren lassen. Auf Anfrage erklärt Amtsleiter Albin Schmidhauser, dass man zwar nicht sagen könne, ob die Anzahl wildernder Hunde zunehme, es aber klar ein Problem sei. «Wir wollen die Leute wieder ein wenig für das Thema sensibilisieren.» Dabei gehe es nicht nur darum, ob ein Hund wildert. «Auch wenn die Wildtiere zu stark gestört werden, kann das für sie weitreichende Folgen haben.»

Dass Rehkitze vermehrt gehetzt werden, können die Wildhüter unter anderem von der Mortalitätsrate der Tiere ableiten. «Gibt es in einem trockenen und warmen Frühling, wie in diesem Jahr – der eigentlich optimal wäre für die Rehe – aussergewöhnlich viele tote Rehkitze, müssen wir davon ausgehen, dass sie gehetzt wurden.» Diese Ableitungen sowie Meldungen von Passanten, die etwas Derartiges beobachten, seien die einzigen Möglichkeiten, die Vorfälle zu erfassen. «Es ist ein grosser Zufall, wenn ein Kadaver eines Rehs nach einem Riss noch gefunden wird, bevor die Natur es beseitigt.»

Mehr Hunde, mehr Verantwortung

Schmidhauser hält aber fest, dass es nur wenige Prozente der Hundehalter seien, die ihre Tiere nicht im Griff hätten. «Sie sind sich oft wohl nicht bewusst, was das für die Wildtiere bedeutet.» Und da es immer mehr Hunde gebe, sei es umso wichtiger, dass Hundehalter ihre Verantwortung wahrnehmen.

Wildernde Hunde dürfen denn auch von den Wildhütern geschossen werden, wenn sie diese beim Wildern erwischen. «Bei drei Wildhütern für den ganzen Kanton ist es aber ein grosser Zufall, wenn von ihnen ein solcher Vorfall beobachten wird.» Der letzte Fall eines Hunde-Abschusses liege Jahre zurück.

Wer auf Sicher gehen will, der hat inzwischen die Möglichkeit, beim Schiessstand im Choller seinen Hund in der Freilaufwiese austoben zu lassen. Diese ist seit vergangenem April geöffnet. Wie die Verantwortliche der kantonalen Abteilung Natur und Landschaft, Martina Brennecke, sagt, wird die Wiese seit Beginn gut genutzt. «Kaum waren die Einzäunung und der Zugang fertiggestellt, waren die ersten Hunde auf der Wiese zu sehen. Wir sind ehrlich gesagt überrascht, welch grossen Anklang dieses Angebot findet.» Zahlen gebe es noch keine. Man wolle nun Erfahrungen sammeln und den Betrieb beobachten. Einzig die «Buddel-Aktivität» der Vierbeiner sei deutlich stärker, als sie es sich vorgestellt habe. «Wir müssen schauen, dass die Wiese eine Wiese bleibt.» Rückmeldungen von Nutzen seien bis heute noch keine eingegangen, wären aber willkommen. «Sonst beruhen die Erfahrungen nur auf Beobachtungen, was schade wäre.»

Jede Gemeinde hat ihr eigenes Hundereglement

Die Stadt Zug beschränkt die Leinenpflicht auf öffentliche Anlagen.

In Hünenberg, Cham und Oberägeri gilt die Leinenpflicht für öffentliche Lokale und Anlagen sowie in Naturschutzgebieten. In Hünenberg ist es Hunden verboten, während der Vegetationszeit – also von April bis Oktober – landwirtschaftliche Kulturen zu betreten. In Cham und Oberägeri gilt es hingegen, Hunde im Wald und am Waldrand anzuleinen oder unter direkter Aufsicht auf kurze Distanz zu führen.

In Walchwil gilt es, den Hund anzuleinen oder bei zuverlässigem Gehorsam «bei Fuss» zu führen. Dies sowohl im Wald und am Waldrand als auch im Siedlungsgebiet – dort insbesondere bei Schulwegen, rund um Kindergärten und Schulen, bei Spielplätzen und Sportanlagen sowie entlang von Strassen.

In Steinhausen schreibt das Reglement vor, die Hunde in Wäldern und Waldrändern anzuleinen. Die Leinenpflicht gilt auch zur Nachtzeit im Freien.

In den Gemeinden Risch und Baar gilt die Leinenpflicht in öffentlich zugänglichen Lokalen – wie Wirtschaften und Verkaufsläden –, in den Wohnzonen, in der Umgebung von Spiel- und Sportplätzen, auf verkehrsreichen Strassen, am und im Wald, zur Nachtzeit, auf Pausenplätzen der Schulen und in Parkanlagen.

Keine Vorgaben oder Reglemente zur Leinenpflicht haben die drei Gemeinden Menzingen, Neuheim und Unterägeri. (zg)

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