Hünenbergs Rechnung 2019 ist über sieben Millionen im Plus

Die Erfolgsrechnung der Gemeinde Hünenberg für das Jahr 2019 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 7 Millionen Franken ab.

Tijana Nikolic
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Auch Hünenberg weist in seiner Jahresrechnung einen Überschuss aus.

Auch Hünenberg weist in seiner Jahresrechnung einen Überschuss aus.

Bild: Stefan Kaiser

Das Rechnungsergebnis 2019 der Gemeinde Hünenberg ist bei einem Ertrag von 56 Millionen Franken und einem Aufwand von 49 Millionen Franken um rund 7 Millionen Franken besser als erwartet ausgefallen, wie die Gemeinde mitteilt. Der Steuerertrag belaufe sich dabei auf 33,4 Millionen Franken, dies bei einem Steuerfuss von 70 Prozent, mit einem Rabatt von 4 Prozent. Der Zuger Finanzausgleich beträgt bei der Rechnung 6,9 Millionen Franken. «Es ist ein erfreuliches Ergebnis und stärkt unsere solide finanzielle Basis», sagt Gemeindepräsidentin Renate Huwyler.

Weiter findet sie, dass die gute Steuerentwicklung wirtschaftlich bedingt sei und sich über die Hünenberger Grenzen sowie auch über die Grenzen des Kantons Zug hinausziehe. Ansonsten seien besonders die Steuereinnahmen im Bereich der Sondersteuern wie Grundstückgewinn, Erbschaft und Schenkung (plus zirka 2,5 Millionen Franken) und der natürlichen Personen (plus zirka 2,8 Millionen Franken, davon 2 Millionen aus Vorjahren) die Hauptgründe der guten Rechnung. «Auch die Steuereinnahmen juristischer Personen haben gegenüber dem Vorjahr leicht zugelegt (plus 700000 Franken).

«Diese Einnahmen sind vom jeweiligen Geschäftsgang der Unternehmen abhängig und unterstehen in der Regel grösseren Schwankungen als bei natürlichen Personen», so Huwyler weiter. Aufgrund der aktuellen Coronakrise erwarte sie auch negative Auswirkungen auf die juristischen Steuereinnahmen. Nichtsdestotrotz setze Hünenberg den Fokus weiterhin in die Aufwertung der Arbeitsgebiete. «Dafür vermarkten wir unseren Standort und pflegen unsere Wirtschaft seit mehr als zehn Jahren erfolgreich gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden Cham und Risch als Verein Wirtschaftsregion Zug West», sagt Huwyler.

Weiter lagen dank sehr guter Budgetdisziplin die Sachaufwendungen tiefer, beziehungsweise im Rahmen der budgetierten Zahlen (minus etwa 1 Million Franken). Die Entwicklung der Finanzkennzahlen zeige in allen wesentlichen Teilen ein erfreuliches Ergebnis. Die Gemeinde Hünenberg steht finanziell auf einer soliden Basis. Der Ertragsüberschuss werde dem Eigenkapital zugewiesen: «Wir haben grössere Investitionsvorhaben in den nächsten Jahren. Eine solide Basis ist hierfür nötig und willkommen», sagt Huwyler.

Zeitlich voraus bei Arbeiten am Schulhaus Rony

Im Jahr 2019 wurden laut Medienmitteilung der Gemeinde für Investitionsvorhaben Nettoausgaben von 7,2 Millionen Franken getätigt. Budgetiert waren Ausgaben von 6,8 Millionen Franken. Die grössten Abweichungen gegenüber der Investitionsplanung sind der positive Baufortschritt der Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Rony (plus zirka 1,3 Millionen Franken), sowie die sistierte Asylunterkunft Bösch (minus zirka 1,3 Millionen Franken). «Wir sind bei der Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Rony zeitlich voraus und haben daher auch finanziell schon mehr ausgegeben», erklärt Huwyler.

Bezüglich der vorläufig eingestellten Planung des Ersatzbaus der Asylunterkunft Bösch sei die Gemeinde im Lösungsfindungsprozess. Eine Diskussion über eine eventuelle künftige Steuersenkung würde im Budgetprozess stattfinden und könne daher aktuell nicht beantwortet werden.