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Leserbrief

Huonder und sein Kompetenzzentrum für Sexualtriebe

«Kondomverbot: Huonder legt nach», Ausgabe vom 29. Juni

Vitus Huonder, seines Zeichens Vorstandsmitglied eines Vereins, der in Bedeutungslosigkeit zu versinken droht, hat es wieder getan. Im vollen Ernst gibt er im Jahre 2018 zu Protokoll, dass Verhütung zur Kultur des Todes gehöre. Weiter lässt er verlauten, dass es um die Frage gehe, womit der Mensch seine Triebe steuert; ob mit Selbstbeherrschung oder beispielsweise durch einen Arzt.

Wenn man die Medienberichterstattung zur Katholischen Kirche in den letzten Jahren betrachtet, so komme ich zumindest zum Schluss, dass wohl manch einer dieser gestandenen Mannen besser auf den Arzt als die Selbstbeherrschung gesetzt hätte. Wenn sich die Kirche hier – vielleicht aufgrund langjähriger einschlägiger Erfahrung – als Kompetenzzentrum für den Umgang mit Sexualtrieben hervortut, so entbehrt das nicht einer gewissen Ironie.

Weiter vernehmen wir, dass in seiner Weltanschauung Frauen nicht mehr als Personen respektiert werden, sondern als Objekte der Triebbefriedigung angesehen werden. Ich weiss ja nicht was die da im Kloster Chur den ganzen Tag machen, aber ein Augenschein in der richtigen Welt zeigt, dass die Ansicht zumindest nicht repräsentativ ist.

Meines Erachtens sind diese neusten Verlautbarungen des Bischofs hochgradig verstörend, zeichnen Sie doch ein Bild von einer kirchlichen Führungsriege, die sich von der Realität lange verabschiedet hat. Schade für die vielzähligen Personen in den Kirchgemeinden, die sich für das Wohl der Mitmenschen einsetzen, während den Kirchen immer mehr Schäfchen davonlaufen.

Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken, offenbar ist das bei Kirchen nicht anders. Erleben wir hier die Kultur des Todes einer Institution?

Marcel Peter, FDP-Kantonsrat, Neuheim


Gehört Verhütung zur Kultur des Todes, wie Bischof Vitus Huonder behauptet? Mit dieser Aussage will er die Menschen wiederum dazu auffordern, auf Verhütung von Schwangerschaften zu verzichten.

Ist dieser «Befehl» der Kirche legitim? Das ist er nicht. Seit dem Sündenfall müssen wir Menschen lernen, uns richtig zu entscheiden, weil der Himmel uns frei lässt und uns nicht vorschreibt was wir dürfen und was nicht. Was wir von oben erhalten sind bestenfalls Empfehlungen aber niemals Befehle.

Der Mensch ist auch frei gläubig oder ungläubig zu sein. Niemand kann zum Glauben gezwungen werden. Menschen tun es zwar, aber das Geistig-Göttliche tut es niemals. Der Himmel wartet, bis wir freiwillig uns auch ihm zuwenden.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt es deutlich. Eine Kirche, die vorgibt, den Himmel zu vertreten sollte sich gleich verhalten, wie es der Himmel tut. Sie sollte aber auch erklären, wieso sie ihre Empfehlung so und nicht anders abgibt. Die Gründe dafür können ja aus Erkenntnissen aus geistiger Forschung herrühren. Wenn sie das täte, müsste sie auch zugeben, dass wir Menschen durch sehr viele Erdenleben zu gehen haben, egal, ob uns das nun passt oder nicht, es ist so!

Und das Schicksalsgesetz müsste sie auch erklären. Das Schicksalsgesetz wirkt wie ein Bumerang. Alles was wir tun, egal ob gut oder böse, fällt auf uns zurück. Da es eine Tatsache ist, dass auch wir wieder einmal ein Elternpaar brauchen werden, das uns ein neues Erdenleben ermöglicht, zeigt, dass eine Schwangerschaftsverweigerung auch uns einmal treffen kann. Wenn niemand da ist, der unsere Kinderseele durch eine Zeugung auf die Erde herunterzieht, dann können wir uns nicht weiter entwickeln und müssen warten. Aus geistiger Forschung weiss ich, dass es wegen Schwangerschaftsverhütung und Abtreibung in der geistigen Welt viel Hass von den abgelehnten Kinderseelen gibt.

Seit einiger Zeit wollen aber die Menschen ihren Sexualtrieb ausleben. Sie wollen keine Kinder zeugen, sondern nur die Freude am Trieb geniessen. Vom Himmel her gesehen dürfen sie das. Es wird möglicherweise Folgen für sie haben. Aber wenn man sieht, was für Ungeheuer weltweit schon gezeugt worden sind, dann muss man sich schon auch fragen, wäre eine Verhütung nicht besser gewesen?

Ist es also nicht besser, wenn man Kinder bewusst zeugt? Ideal wäre, wenn man sich vor der Zeugung mit der Kinderseele, die zu einem kommen will, unterhalten könnte. Dass man sie fragt, wer sie ist, wieso sie zu einem kommen will, wie sie mit Vornamen heissen soll, welche Schuldbildung sie für ihr neues Erdenleben braucht und welche Lebensaufgabe sie erhalten hat, und welchen Beruf sie einmal ausüben soll, um diese zu erfüllen.

Aber wer kann das heute schon?

Gotthard Ritter, Hünenberg See

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