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«Ich bin bekannt für eine sachliche und engagierte Politik»

Astrid Estermann von der Alternative-die Grünen kandidiert für den Nationalrat
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Die Zugerin Astrid Estermann will nach Bern und kandidiert für den Nationalrat.

Astrid Estermann, weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur als Nationalrätin entschieden?

Astrid Estermann: Weder im National- noch im Ständerat werden grüne und soziale Themen aus Sicht des Kantons Zug durch die derzeitigen gewählten Vertreter eingebracht. Ich möchte als Alternative und als Frau diese Themen auf Bundesebene aktiv einbringen.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich im Nationalrat einsetzen würden?

Estermann: Für unsere Zukunft müssen sich die zu hohe Umweltbelastung und unser übersteigerter Wohlstands- und Konsumanspruch ändern. Dazu gehören der Atomausstieg, die Verhinderung einer zweiten Gotthardröhre, der weitere Ausbau des öffentlichen und des Langsamverkehrs, die Förderung von erneuerbarer Energie und das Entdecken alternativer Werte zu Besitz und Konsum. Unsere Gesellschaft sollte sich wieder mehr auf das Wesentliche konzentrieren, soziale Kontakte und Einfachheit anstreben. Sinnbildlich dafür steht das Velo. Mit geeigneten Massnahmen muss das Fahrrad in den Mittelpunkt unseres Interesses für die Lösung unserer autoverstopften Städte kommen: trendy, sportlich, lustvoll. Als Leiterin des Erwachsenenschutzes der Stadt Luzern wehre ich mich gegen die Ausgrenzung von sozial benachteiligten Personen und gegen den Abbau von Sozialversicherungen. Personen, die auf wirtschaftliche Sozialhilfe angewiesen sind, und Migranten wurden in den letzten Jahren immer mehr zum Sündenbock sämtlicher Fehlentscheide in der Finanz-, Steuer- und Bodenpolitik. Ich stehe auch ein für mehr Solidarität mit unterprivilegierten Menschen in der Schweiz und weltweit. Eine Konzentration der Sozialwerke in ein einziges, kompakteres System schafft mehr Transparenz, weniger Bürokratie und verhindert, dass wie heute vereinzelte Menschen aus dem System fallen. Auch wenn vieles in Sachen Gleichstellung erreicht ist, so will ich mich weiterhin für das Überdenken von bisherigen Rollenmustern, für den Ausbau von Krippenplätzen und für Lohngleichheit einsetzen.

Zug stellt drei Nationalräte, und alle kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Estermann: Die Alternative-die Grünen hatte schon einmal einen Nationalrat gestellt. Die Zeit ist wieder reif dazu.

Weshalb sollen Zuger Sie wählen?

Estermann: Weil ich mit meiner Erfahrung als Gemeinderätin und meinem Hintergrund bekannt bin für sachliche und engagierte Politik.

Persönlich

Astrid Estermann (45) wohnt in Zug, lebt in Partnerschaft und arbeitet als Leiterin Erwachsenenschutz der Stadt Luzern. Seit 2003 sitzt sie im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug.

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