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Tennis-Club Zug: «Ich bin froh, dass den Worten nun Taten gefolgt sind»

In der Jahresrechnung 2017 hat die Stadt 1,5 Millionen Franken für eine neue Tennisanlage zur Seite gelegt. Rund 5 Millionen sollen für die Anlage angespart werden. Trotzdem sind nicht alle Beteiligten zufrieden.
Charly Keiser
Hier in der Herti Nord könnte dereinst die zentrale Tennisanlage zu stehen kommen. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Juni 1018)

Hier in der Herti Nord könnte dereinst die zentrale Tennisanlage zu stehen kommen. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Juni 1018)

Anfang Juni stimmte der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) der Jahresrechnung 2017 zu. Darin enthalten ist eine Vorfinanzierung von 1,5 Millionen Franken für «Sportanlagen in der Herti Nord». Genauer für «Sportinfrastruktur, insbesondere für Tennisanlagen». Bis 2025 sollen rund 5 Millionen Franken bereitgestellt werden, heisst es in der Rechnung weiter. Der Mittelbedarf basiere auf Kostenschätzungen für die Erstellung der Anlage einschliesslich Infrastrukturbauten.

Hinter der klausulierten Formulierung steht der bekannte Plan des Stadtrats, die bestehenden Tennisanlagen Riedmatt und Göbli im Gebiet Herti Nord zusammenzulegen. Um die angedachte Tennisanlage mit 15 Plätzen, einer Tennishalle, zwei Paddelanlagen und einem Restaurant mit Garderoben nördlich des Streethockeyplatzes zu realisieren, braucht es nebst Geld aber auch eine Zonenplanänderung. Diese muss an der anstehenden Ortsplanrevision unter Dach und Fach gebracht werden, wenn das Tennis in Zug nicht vor dem Aus stehen soll.

Ohne Unterbruch spielen können

Die Vorfinanzierung und Anhandnahme des Projekts seien ein gutes und erfreuliches Zeichen, sagt Tennisclub-Zug-Präsident Arno Baumeler. Wichtig sei nun aber, dass die Tennisclubs und das kantonale Sportamt in die Planung mit einbezogen würden. «Für uns ist einfach wichtig, dass wir mit unseren über 250 Junioren ohne Unterbruch spielen können – also, bis die neue Tennisanlage realisiert ist.»

Auch für TC Zug-Mitglied Rainer Leemann, der für die FDP im GGR sitzt, ist die Garantie, dass der Club «durchgehend» Plätze in der Stadt zur Verfügung hat, entscheidend: «Es ist eine Staatsaufgabe, die Infrastruktur für den Sport zur Verfügung zu stellen und wir brauchen bis Ende Jahr die Gewissheit, dass in Zug weiter Tennis gespielt werden kann», betont er. Er sei froh, dass den Worten nun auch Taten gefolgt seien, ergänzt Leemann und sagt: «Aber das war auch höchste Zeit. Hat doch der Stadtrat seit 2015 den schriftlichen Auftrag, sich der Lösung des Problems aktiv anzunehmen.»

«Ball liegt beim Kantonsrat»

Der Ball liege im Moment beim Kantonsrat, erklärt Stadtrat Karl Kobelt. «Denn dieser wird im Herbst entscheiden, ob wir einen möglichen Standort der ZVB im Göbli abklären müssen. Wenn ja, kämen wir stärker unter Zeitdruck.» So oder so sei es wichtig, dass die neue Anlage wohl durchdacht und geplant und Schritt für Schritt in Richtung Ziel realisiert werden könne. «Wir sind am Evaluieren, wie und wo die Anlage am Besten gebaut werden kann.»

Korporationspräsident Urban Keiser bestätigt ein erstes Treffen bezüglich der Tennisanlage mit der Stadt und sagt: «Wir bieten Hand zu einer Lösung, aber Konkretes gibt es noch nicht.»

Nur wenig hält Bruno Waller, Präsident des TC Allmend, von einer Zentralisierung in der Herti. «Ich fände es besser, wenn unser Club in der Riedmatt verbleiben könnte.» Er glaube nämlich nicht, dass die Leute in die Sportmeile in der Herti gehen würden. «Ich finde es wichtig, dass unsere Anlage im Nordwesten der Stadt verbleibt. Wir sind der innovativste Club und haben in der Riedmatt viel Geld investiert», ergänzt er und sagt: «Aber auch für uns steht natürlich der Fortbestand des Tennis in der Stadt Zug im Vordergrund.»

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