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Gemeinderatswahlen: In Menzingen flogen ordentlich die Fetzen

Peter Dittli verlor nicht nur das Gemeindepräsidium, sondern auch seinen Sitz im Gemeinderat. Siegerin ist die CVP, die neu drei Sitze im Gemeinderat einnimmt. Das Präsidium ist noch nicht besetzt.
Cornelia Bisch
Andreas Etter (CVP, links) und der Parteilose Herbert Keiser gehören zu den Wahlsiegern in Menzingen. (Bild: Christian Hildebrand (7. Oktober 2018))

Andreas Etter (CVP, links) und der Parteilose Herbert Keiser gehören zu den Wahlsiegern in Menzingen. (Bild: Christian Hildebrand (7. Oktober 2018))

«Für mich ist dies eine grosse Schlappe, die ich in dieser Deutlichkeit nicht erwartet habe», stellt Gemeindepräsident Peter Dittli (FDP) ernüchtert fest. «Ich bin masslos enttäuscht.» Bei der Gemeinderatswahl erreichte er zwar das absolute Mehr von 689 Stimmen, hinkte jedoch mit 67 Stimmen hinter der fünftplatzierten Susan Staub (CVP) her. «Die Wähler haben offensichtlich nicht erkannt, was ich für die Gemeinde getan habe», so Dittli. Parteipräsident Thomas Magnusson relativiert: «Immerhin wurde mit Jens Osswald ein Mitglied der FDP in die RPK gewählt.» Ausserdem nehmen künftig der Bisherige Markus von Holzen und als Neumitglied Marianne Staub (beide CVP) in der Kommission Einsitz.

Neben Dittli hat auch Martin Kempf die Wiederwahl in die Menzinger Exekutive nicht geschafft. Damit ist die SVP ebenfalls nicht mehr im Gemeinderat vertreten. «Es hat eine Solidarisierung der CVP mit den linken Kräften stattgefunden», erklärt Magnusson. «Ausserdem haben die politischen Kontroversen um die Schule Finstersee und die Tempo-30-Zonen Peter Dittli sicher nicht geholfen.» Die Partei will sich nun zurückziehen und überlegen, welche Strategie sie künftig fahren will. Derweil herrscht im Lager der CVP Feierlaune. Die Christdemokraten, allen voran Andreas Etter, gehen auf der ganzen Linie als Sieger aus der Wahl hervor.

Bekannte Persönlichkeit im Ort

«Die bisherigen Gemeinderätinnen der CVP Isabelle Menzi und Susan Staub haben einen guten Job gemacht», betont Etter. Er selbst sei eine bekannte Persönlichkeit im Dorf. «Auch meine Arbeit im Kantonsrat wurde sicher geschätzt.» Dennoch ist Etter positiv überrascht. «Ich habe gehofft, dass es mir für einen Gemeinderatssitz reichen würde, aber einen so deutlichen Ausgang habe ich nicht erwartet.»

Hoch erfreut ist auch der Parteilose Herbert Keiser, der auf Anhieb und trotz Verzicht auf Wahlplakate in den Gemeinderat gewählt wurde. «Die Freude und Erleichterung sind riesig», sagt er. Keiser war während 15 Jahren Leiter der Einwohnerkontrolle in Menzingen. «Ich war an vorderster Front tätig und konnte vielen Leuten helfen. Das hat die Bevölkerung wohl noch im Hinterkopf.» Keiser hat im Vorfeld Kritik an Gemeinderat und Verwaltung geübt und will sich künftig dafür einsetzen, dass «keine Rechtswidrigkeiten mehr vorkommen». Hinsichtlich der Abwahl von Dittli und Kempf sagt Keiser: «Es ist sehr schade für die beiden, kommt aber nicht ganz unerwartet. Peter Dittli war nie so recht fassbar, und die Taten hinter seinen Worten fehlten.»

Für das Gemeindepräsidium erreichte keiner der Kandidaten das absolute Mehr. Andreas Etter wird sich erneut stellen, Herbert Keiser ist sich noch nicht sicher. «Wir werden sehen, was das Beste für die Gemeinde ist. Auch Barbara Beck-Iselin hätte die Möglichkeit, sich zu stellen.»

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