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Wie sich Chanelle Wyrsch aus Hünenberg in ihrer Rolle als Nonne fühlt

Im Musical «Sister Act», das am Samstag Premiere feiert, verkörpert die Schlagersängerin Chanelle Wyrsch eine Nonne und ein Showgirl. Sie verrät, was ihr an der Musicalwelt gefällt und wie es um ihre anderen Projekte steht.
Interview: Rahel Hug
Chanelle Wyrsch (zweite von rechts) ist mit ihrer Rolle sehr zufrieden. (Bild: PD)

Chanelle Wyrsch (zweite von rechts) ist mit ihrer Rolle sehr zufrieden. (Bild: PD)

Mit ihrer Teilnahme bei «Deutschland sucht den Superstar» im Jahr 2017 hat die Hünenbergerin Chanelle Wyrsch Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus erlangt. Zuletzt tourte die quirlige 22-Jährige mit dem Musical «Grease» durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Musicalwelt hat es der Zuger Schlagersängerin angetan: Am kommenden Samstag feiert der Broadway-Hit «Sister Act» im «Le Théâtre» in Emmen Schweizer Premiere. Wyrsch verkörpert im Musical die Background-Sängerin Tina sowie eine Nonne.

Chanelle Wyrsch, Sie tauschen das sexy Outfit der «Marty Maraschino» aus «Grease» gegen ein Nonnenkostüm. Wie fühlt sich dieser Rollenwechsel an?

Die Geschichte ist tatsächlich eine komplett andere. Doch zwischen Sandy, die ich bei «Grease» in der Zweitbesetzung spielte, und der Klosterfrau gibt es durchaus Parallelen. Die Figur von Sandy ist sehr scheu und zurückhaltend. Doch zum Glück verkörpere ich aktuell nicht nur eine Nonne, sondern auch ein Showgirl. So kann ich mich richtig ausleben (lacht).

Wie kam das Engagement in Emmen zu Stande?

Für mich war es wichtig, wieder einmal etwas in der Zentralschweiz zu machen. So kann ich zu Hause in Hünenberg wohnen und mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen. Bei «Grease» wurden wir über die Produktion des «Le Théâtre» informiert. Es gab eine Ausschreibung und ich habe mich beworben. Daraufhin wurde ich zu einem Casting eingeladen.

Sie haben offensichtlich Gefallen am Musical-Genre gefunden.

Das ist so. Es gefällt mir sehr. Man ist unterwegs, begegnet vielen neuen Menschen und lernt, wandelbar zu sein. Ich habe bei der letzten Produktion nicht nur auf der Bühne grosse Fortschritte gemacht, sondern auch persönlich. Ich bin selbstständiger und reifer geworden. Dafür, dass ich diese Chance bekommen habe, bin ich sehr dankbar. Ich glaube allerdings nicht, dass ich mein Leben lang Musicaldarstellerin sein werde.

Erzählen Sie uns etwas mehr über Ihre Rolle bei «Sister Act».

Die Hauptfigur Deloris van Cartier hat zwei Background-Sängerinnen, Michelle und Tina. Wir sind quasi die «Dreamgirls» hinter dem Star. Die Rollen beinhalten etwas weniger Schauspiel, dafür mehr Tanz und Gesang. Dafür stehe ich fast in jeder Szene auf der Bühne.

Stört es Sie nicht, im Schatten der Hauptdarstellerin Sidonie Smith zu stehen?

Überhaupt nicht. Ich bin mit der Rolle sehr zufrieden und es stimmt für mich, dieses Mal nicht voll im Fokus zu stehen.

Welche Herausforderungen bringt das Stück mit sich?

Wenn wir die Nonnenkostüme tragen, ist der Kopf komplett mit Stoff eingepackt. Daran muss man sich gewöhnen, da man etwas eingeschränkt ist und die anderen nicht mehr ganz so gut hört. Persönlich ist für mich das Tanzen nach wie vor eine Herausforderung, es sind sehr viele starke Tänzerinnen dabei. Da merke ich manchmal, dass mir diese Ausbildung fehlt.

Sie proben seit Anfang November für «Sister Act». Hatten Sie nach «Grease» überhaupt etwas Zeit für sich selber?

Ich hatte eine Pause von zwei Wochen, in der ich allerlei Kram erledigen musste. Ich hatte schon etwas Freizeit, aber es gab sehr viel zu tun. Doch für mich stimmt das. Ich bin nicht der Typ, der gern daheim herumhängt. Ich gebe immer Vollgas und brauche die Action.

Wo und wie können Sie am besten abschalten?

Wenn ich zu Hause im Hünenberger Wald mit meiner Hündin Coco spazieren gehe. Die Ruhe, die frische Luft, die schöne Aussicht über Zug, das gibt mir viel.

Sie haben gegenüber unserer Zeitung im Frühjahr 2017 gesagt, es sei ein Traum von Ihnen, eine eigene CD aufzunehmen. Wie steht es um die Schlagermusik?

Das Projekt, eine eigene CD herauszugeben, ist zurzeit eher etwas in die Ferne gerückt. Ich bin im Moment sehr beschäftigt und habe deshalb weniger Zeit für die Musik. Aber wer weiss, was die Zukunft bringt? Die eigene CD bleibt ein Traum von mir, doch ich verspüre keinen Druck.

Wie geht es nach «Sister Act» weiter? Stehen Sie bereits für ein nächstes Musical in den Startlöchern?

Es gibt ein Projekt, das ansteht, doch Details kann ich noch nicht verraten.

Hinweis

Das Musical «Sister Act» wird vom 15. Dezember bis zum 27. Januar im «Le Théâtre» in Emmen aufgeführt, in der Regel von Mittwoch bis Samstag. Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie unter www.le-theatre.ch.

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