«Ich bin weltoffen gleichzeitig aber wertkonservativ»

Philip C. Brunner von der SVP kandidiert für den Nationalrat

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Der Zuger Philip C. Brunner will nach Bern und kandidiert für den Nationalrat.

Philip C. Brunner, weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur als Nationalrat entschieden?

Philip C. Brunner: Als selbstständiger Unternehmer konnte ich leider erst relativ spät in die Politik einsteigen und wurde zunächst ins Stadtparlament gewählt. Nun bin ich in meiner zweiten Legislatur als Kantonsrat, Mitglied verschiedener Kommissionen und seit über viereinhalb Jahren Präsident der Geschäftsprüfungskommission der Stadt Zug. Meine Ständeratskandidatur für die SVP vor vier Jahren war für mich ein unerwartet grosser persönlicher Erfolg mit gegen 11 000 Stimmen im Majorz. Ich bin überzeugt, dass mich auch jetzt viele ­liberal-konservative Wähler bei dieser wichtigen Wahl unterstützen werden.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich im Nationalrat einsetzen würden?

Brunner: Erstens: Ja zur Unabhängigkeit, zur Neutralität, zur Freiheit und zur direkten Demokratie. Selbstverständlichkeiten? Mitnichten! Leider entfernen wir uns laufend von bewährten Maximen der Schweizer Politik. Die Schweiz lebt seit ihrer Gründung vom treibenden Willen zur Freiheit. Nicht der Staat ist der Mittelpunkt, sondern der Bürger. Eigene, pragmatische und konservative Lösungen in möglichst freiem Wettbewerb. Das ist es, was unsere Eidgenossenschaft ausmacht. Zweitens: Nein zum schleichenden EU-Beitritt, der mittels Rahmen- und anderer Kolonialverträge von fremden Richtern und fremdem Recht von anderen Parteien schrittweise geplant ist. Drittens: gegen die unkontrollierte Einwanderung, der desolaten, laschen Asylpolitik und auch für eine konsequente Bekämpfung der steigenden Kriminalität mehr Sicherheit für Bürger, Familien und Kinder. Konsequente Durchsetzung der vom Volk angenommenen Ausschaffung krimineller Ausländer und der Masseneinwanderungsinitiative. Ich bin weiter für die Einführung von strengen Grenzkontrollen und vor allem auch für eine starke und gut ausgerüstete Schweizer Armee mit einem entsprechenden Budget.

Der Kanton Zug stellt drei Nationalräte, und alle kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Brunner: Niemand ist schon gewählt. Neue Bürgerliche nach Bern man soll auswählen können! Meine Wahlchancen sind intakt – wer mir seine zwei Stimmen gibt, hilft mit, dass der Wettbewerb unter den Kandidaten spielt und dass die SVP weiterhin die stärkste politische Kraft bleibt.

Weshalb sollen die Zuger ausgerechnet Sie wählen?

Brunner: Ich bin weltoffen, gleichzeitig aber wertkonservativ. Kein Widerspruch. Ich bin der Zuger Politiker, der wohl am längsten im Ausland gearbeitet hat von diesen Erfahrungen bin ich stark geprägt und stehe doch fest zu den bewährten Schweizer Werten. Mein ganzes Leben lang habe ich mich auf allen möglichen Ebenen engagiert – zuletzt für Stadt und Kanton Zug. Ich bin ein einsatzfreudiger Milizpolitiker der alten Schule, welcher die Interessen unserer KMU-Wirtschaft und den Mittelstand vertritt.

Persönlich

Philip C. Brunner (60) ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen. Der Hotelier lebt und arbeitet in der Stadt Zug. Seit 2009 sitzt er für die SVP im Grossen Gemeinderat (GGR) und seit 2011 im Kantonsrat. Er ist Mitglied diverser Kommissionen und präsidiert die SVP der Stadt Zug.

Alle bisher erschienenen Interviews mit den Nationalratskandidaten gibt es unter wwww.zugerzeitung.ch/wahlen