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Hünenberger Lehrer kommt als Musiker in die Gemeinde zurück

Lukas Schaller, Gitarrist der Band Dada Ante Portas, hat als Lehrer in Hünenberg gearbeitet. Nun ist er mit einem neuen Musikprojekt unterwegs und gibt in der Gemeinde ein Konzert.
Sabina South
Lukas Schaller alias Lucas Marsand (Mitte) zusammen mit Stefanie Burgener und Jodok Vuille. Bild: PD

Lukas Schaller alias Lucas Marsand (Mitte) zusammen mit Stefanie Burgener und Jodok Vuille. Bild: PD

Bekannt als Gitarrist der Schweizer Erfolgsband Dada Ante Portas erfand sich Lukas Schaller, alias Lucas Marsand, vor vier Jahren mit einem Soloalbum neu. Mit «My Way Back Home» gelang es dem Luzerner eine musikalische Wohlfühloase aus bewegenden Balladen und mitreissenden Tanznummern zu inszenieren. Am kommenden Freitagabend spielt der 44-Jährige zusammen mit der Pianistin Stefanie Burgener und dem Cellisten Jodok Vuille im reformierten Kirchenzentrum Hünenberg. Zeit aus dem Nähkästchen zu plaudern, hatte er dennoch.

Wozu der Alias Lucas Marsand?

Lukas Schaller: Ich wollte einen Namen, der noch für nichts steht, sondern seine Definition durch mein musikalisches Schaffen erhält.

Sie waren jahrelang in Hünenberg als Oberstufenlehrer tätig. Wie fühlt es sich an als Musiker zurückzukommen?

Grossartig. Ich hatte eine super Zeit in Hünenberg. Jahre waren es aber (noch) nicht. Als Stellvertreter bin ich an vielen verschiedenen Schulen unterwegs. Seit 2017 auch in Hünenberg und ich komme sehr gerne wieder zurück – als Musiker oder als Lehrer.

Wie ist der Wunsch entstanden sich als Solokünstler zu verwirklichen?

Es ist die unbändige Lust, Songs zu schreiben und Musik zu machen. Mir gefiel die Idee, mich ein Stück weit neu zu erfinden und neue Wege zu gehen. In «Stand up», meiner ersten Single, singe ich: «Du kannst alles sein, was du sein möchtest.» Ich war selbst gespannt, wie meine Musik klingen wird.

Wer inspiriert Sie?

Also wenn die Frage musikalischer Art ist, dann haben mich beispielsweise Cat Steven, Simon & Garfunkel oder John Lennon sehr inspiriert. Aber mich inspirieren auch Schriftsteller, Lebenskünstler aller Art und Menschen, welche konsequent ihren eigenen Weg gehen.

Führen Sie uns verbal durch Ihren kreativen Prozess.

Oh, wie viel Zeit haben sie? Dieser Prozess ist eine kleine Weltreise durch die eigenen Emotionen und Wahrnehmungen. Songs zu schreiben, ist ähnlich wie eine Flussreise, wo ganz viele verschiedene Bilder und Eindrücke an einem vorbeiziehen und man versucht das festzuhalten, was einem am meisten berührt und anspricht. Je nach Verfassung kann diese Reise sehr unterschiedlich aussehen, aber ich bin immer auf der Suche nach Emotionen und wie sich diese unterschiedlich ausdrücken. Musik sollte berühren und das muss von der Quelle her kommen. Das fasziniert mich immer wieder von neuem.

«I step out – falling in love with myself / I will not hide anymore/ I live my life full of love» – versteckt sich da eine tiefere Nachricht in den Zeilen?

So versteckt ist diese Nachricht gar nicht. Ich habe mich lange schlicht und einfach nicht getraut als Solokünstler aufzutreten. Mein innerer Kritiker war gnadenlos streng, und ich habe mich immer wieder selbst zurückgehalten. Und wenn du nicht lebst, was du in deinem Inneren spürst, bist du nicht wirklich auf deinem Weg. Mein Album heisst «My Way Back Home» und «I step out» war sozusagen der erste Schritt auf diesem Weg.

Nehmen wir an, einer ihrer Schüler möchte «austreten» oder besser gesagt in Ihre Fusstapfen treten, was raten Sie ihm oder ihr?

Das klingt vielleicht ein bisschen abgedroschen, aber ich würde ihm schlicht und einfach raten: Höre auf deine innere Stimme und folge ihr konsequent. Du findest nirgends bessere Antworten oder einen besseren Kapitän deines Schiffes als in dir selbst.

Hinweis

Das Konzert findet am Freitag, 6. September, von 20 bis 21.45 Uhr, im reformierten Kirchenzentrum Hünenberg statt. Vorverkauf über die Gemeinde Hünenberg. Tickets gibt es an der Abendkasse.

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