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Der Brand beim Blasenberg hat Narben beim Eigentümer hinterlassen

Am Samstag hat eine Scheune beim Blasenberg lichterloh gebrannt. Nun ist klar, dass ein Blitz das Feuer auslöste. Für die Eigentümer ist es ein emotionaler Verlust.
Zoe Gwerder
Beatrice Limacher vor der einzigen Wand, von der noch etwas zu sehen ist. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Mai 2018)

Beatrice Limacher vor der einzigen Wand, von der noch etwas zu sehen ist. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Mai 2018)

«Wir haben so viel Herzblut in diese Scheune gesteckt.» Beatrice Limacher kann noch immer nicht fassen, was sich am Samstagabend ereignet hat. «Es hat mit lautem Knall geblitzt. Ich ging noch nachschauen, ob es irgendwo rund ums Restaurant und den Hof eingeschlagen hat, sah aber nichts.» Erst eine halbe Stunde später erfuhr sie von der Freundin ihres Bruders, dass es irgendwo im Gebiet Blasenberg brennt. «Als ich dann rausschaute, sah ich eine schwarze Rauchsäule, die zwischen den Bäumen aufging.» Sie habe bis zuletzt gehofft, dass es nur ein Baum ist, der brennt. «Ich konnte es erst glauben, als ich vor der brennenden Scheune stand.»

Die kleine Scheune beim Blasenberg gehörte zum Hof der Familie Limacher und ist am Samstagabend aufgrund eines Blitzeinschlages komplett niedergebrannt. Den Stahlträgern in der Mitte des Gebäudes ist es wohl zu verdanken, dass es nicht schon während des Brandes eingestürzt ist. Einzig auf der Seite, an welche der Wind das Feuer nicht hin blies und wo neues Holz die Wand bildete, ist noch etwas mehr als das Gerippe des Gebäudes erkennbar. Menschen oder Tiere wurden keine verletzt.

Die abgebrannte Scheune beim Blasen. | Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Mai 2018)

Die abgebrannte Scheune beim Blasen. | Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. Mai 2018)

Scheune wurde erst noch saniert

Für die Limachers ist der Brand trotzdem ein harter Schlag und mit vielen Emotionen verbunden. Sie hatten das Objekt erst vor einem Jahr entrümpelt und sanft renoviert. «Wir mussten muldenweise Sachen entsorgen, die seit Jahrzehnten in das Gebäude gestellt wurden. Damals wäre ein Brand mit weniger Emotionen verbunden gewesen», so Beatrice Limacher. Nach dem Umbau hat die Familie im 200-jährigen, sanft renovierten Dachstock spezielle Objekte, wie ein Hornschlitten, alte Eichenfässer oder eine alte Waage gelagert. Auch Holz zur Verarbeitung – darunter mehrere Läden des wertvollen Kirschholzes – lagen auf dem Dachstock. Im unteren Teil standen Aufsätze für den Traktor. Darunter ein Güllenfass sowie das Ladegerät zum Heuen. «Jetzt müssen wir schleunigst für Ersatz sorgen», so Limacher. Denn in rund drei Wochen müssen wir wieder heuen können.

(Bild: Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug)
Dank dem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Zug war der Brand rasch gelöscht. (Bild: Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug)
(Bild: Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug)
(Bild: Freiwillige Feuerwehr Stadt Zug)
4 Bilder

Scheune auf dem Zugerberg in Vollbrand

Ebenfalls Opfer der Flammen wurde ein Oldtimer-Traktor. Es sei die erste fahrende Mähmaschine gewesen, die ihr Grossvater hatte. «Wir haben den während 40 Jahren behalten, ohne dass er noch funktionierte – letztes Jahr lief er dann endlich wieder – alles vergebens.» Vom Brand in Mitleidenschaft gezogen wurden auch vier Chriesibäume, die in unmittelbarer Nähe zur Scheune standen. Auf der Seite, auf der das Feuer loderte, sind sie alle braun. «Wir werden erst im nächsten Frühling sehen, welche der Bäume wir fällen müssen und welche es überstanden haben.» Und sie hofft, dass es nicht auch noch für die Tiere Folgen haben könnte. Denn die Alublätter, die eigentlich zwischen den Ziegeln dafür sorgen sollten, dass kein Wasser ins Gebäude rinnt, wurden beim Brand auf die umliegende Wiese geweht. Teilweise klein zerstückelt. «Wir haben zwar zwei Kessel voll von diesen Alublättern zusammengesammelt. Wenn nun aber noch irgendwo eines ins Futter gelangen sollte, kann das für die Tiere gefährlich sein.»

Es soll eine neue Scheune geben

Die Überreste der Scheune sollen nun möglichst schnell abgerissen werden – da sie akut einsturzgefährdet ist, wie Limacher erklärt. Und für sie und ihre Eltern ist klar, dass sie schnellstmöglich wieder eine neue Scheune bauen wollen – um die Aufsätze der Fahrzeuge unterzubringen, sobald sie diese ersetzt haben.

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