Leserbrief
Ich traue das SRF nicht zu

«Überlebende und Betroffene des Zuger Attentats erzählen ihre Geschichte», Ausgabe vom 28. Mai

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Ist das jetzt wirklich auch noch notwendig? Genügt es nicht, dass das Fernsehen mit ihrer Hysterie rund um Corona Angst und Schrecken verbreitet, muss jetzt auch noch das Attentat aufgewärmt werden? Ich wiederhole mich gerne als Betroffener. Der Attentäter hat meinen Glauben an die Gesellschaft nicht tangiert, er hat mich stark gemacht. Meinen Glauben zerstört haben die Coronamassnahmen und wie die Medien zusammen mit der Politik meines Erachtens die Gesellschaft im Moment demontieren. Was momentan abläuft, beeinträchtigt massiv. Alles, woran ich glaubte, wurde mit Füssen getreten.

Gut, ich muss gestehen, dass ich von SRF weniger als nichts halte und dem Sender nicht zutraue, diese Dokufiktion verantwortungsvoll zu machen. Aber das Aggressionspotenzial ist in breiten Bevölkerungskreisen im Moment enorm, weil sie genug haben von diesen meiner Ansicht nach völlig unnötigen Massnahmen. In dieser Zeit über ein Attentat einen Film zu machen, ist verantwortungslos. Wir haben sehr viele völlig Verzweifelte, die wegen der Politik – nicht wegen Corona – ihre Existenz verloren haben. Und im Herbst werden es noch viele mehr sein, denn dann werden die wirtschaftlichen Schäden der desaströsen Politik voll durchlagen.

Michel Ebinger, alt Kantonsrat FDP, Rotkreuz