«Ich vertrete eine junge und urbane Generation»

Patrick Mollet von der FDP kandidiert für den Nationalrat.

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Der Zuger Patrick Mollet* will nach Bern und kandidiert für den Nationalrat.

Patrick Mollet, weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur als Nationalrat entschieden?

Patrick Mollet: Ich will im Nationalrat unsere Zuger Interessen vertreten und dafür sorgen, dass weniger unnötige Gesetze erlassen werden sowie möglichst viele Kompetenzen bei den Kantonen bleiben. Der Kanton Zug soll seine Selbstständigkeit bewahren entgegen dem aktuellen Trend, dass immer mehr Entscheide zentral in Bern gefällt werden. Wir haben im Kanton immer weniger Handlungsfreiheit. Ausserdem führen ständig neue Vorgaben zu einem Anstieg der gebundenen Ausgaben, die nicht beeinflusst werden können. Zusätzlich steht unser Land vor grossen Herausforderungen, ich denke da an unsere Beziehung zur EU, die Kontrolle der Einwanderung, die Frankenstärke oder die Sicherung der Sozialwerke. Ich bin bereit, mit vollem Engagement die Verantwortung für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Schweiz zu übernehmen.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich im Nationalrat einsetzen würden?

Mollet: Mehr Eigenverantwortung: Wir tendieren dazu, sämtliche gesellschaftlichen Probleme durch den Staat regeln zu wollen. Die Folge sind laufend neue und oftmals überflüssige Gesetze sowie immer weniger Freiheit für uns Bürger. Diese Freiheit soll aber auch mehr Eigenverantwortung für jeden Einzelnen mit sich bringen. Chancen für alle am Start, Freiräume statt Verbote und ein Sicherheitsnetz für die Notfälle. Schlanker Staat: Der Staat soll nur diejenigen Kernaufgaben übernehmen, welche für das Funktionieren der Gesellschaft nötig sind und nicht durch private Initiative erbracht werden können. Die Verwaltung sucht sich laufend neue Betätigungsfelder und erhöht so die Staatsquote. Gesunde Finanzen: Mit mehr Eigenverantwortung und einem schlanken Staat einher gehen gesunde Finanzen. Wenn wir das Notwendige vom Wunschbaren trennen, ist sichergestellt, dass die Steuereinnahmen sinnvoll verwendet werden und der Steuerfuss langfristig stabil bleibt.

Zug stellt drei Nationalräte, und alle kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Mollet: Ich trete an, um gewählt zu werden. Alles andere entscheiden die Wähler am 18. Oktober.

Weshalb sollen die Zuger ausgerechnet Sie wählen?

Mollet: Das nationale Parlament repräsentiert die Bevölkerung nicht wirklich. Wir haben zu viele Berufspolitiker, Juristen, Bauern und Verbandsvertreter. Mein Sachverstand und meine Erfahrung als Unternehmer sind im Parlament nötiger denn je. Ich vertrete eine junge und urbane Generation. Ich bin privat und beruflich international vernetzt und aktiv, aber gleichzeitig stark lokal verankert. Als Selbstständiger werde ich komplett unabhängig und unverbraucht, dafür aber umso mehr mit Hartnäckigkeit und Disziplin politisieren.

Persönlich

* Patrick Mollet (38) ist seit 2013 Präsident der FDP Stadt Zug und seit 2014 Geschäftsleitungsmitglied der FDP Kanton Zug. Er ist Unternehmer im Bereich Personalmarketing und Rekrutierung und lebt mit seiner langjährigen Partnerin in Zug.

Alle bisher erschienenen Interviews mit den Nationalratskandidaten gibt es unter www.zugerzeitung.ch/wahlen