Leserbrief
«Ich will stolz sein auf unsere Politiker»

«Stoppt die Inquisitoren», Ausgabe vom 20. Oktober

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Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Menschen in Machtpositionen Gefahr laufen, sich elitär zu verhalten, sie laufen Gefahr, der Gier zu erliegen, und sie laufen Gefahr, Richtlinien und Gesetze für sich anders zu interpretieren, als es für den einfachen Bürger gilt (Machtmissbrauch). Auch wenn ihnen der rote Teppich ausgerollt wird und ihnen da und dort hofiert wird, bin ich der Meinung, dass von unseren Volksvertretern Rückgrat und Ehrenhaftigkeit erwartet werden darf. Ich will stolz sein auf unsere Politiker, die mein Land, meinen Kanton, meine Gemeinde führen und repräsentieren. Ich will Ihnen mit Freude und Respekt begegnen können. Der oben erwähnte Artikel will uns nun weismachen, dass Betrügereien im Privatbereich und grosszügiges Auslegen von Richtlinien normal sei auf höchster Ebene, und das sei zu akzeptieren. Kritische Berichterstatter werden als «Inquisitoren» und «Henker» abgestempelt.

Liebe Zuger Zeitung, das Mittelalter ist vorbei. Es gibt keine Inquisitoren, keine Henker und zum Glück auch keine Eunuchen mehr. Und es gibt keine Freibriefe mehr für die Obrigkeit!

Luzia Hauser, Baar