Ideen für Lorzenebene liegen vor

Die Lorzenebene ist die «grüne Lunge». Seit Oktober ist eine Arbeitsgruppe daran, ein Erholungs- und Nutzungskonzept zu erarbeiten. Erste Zwischenergebnisse liegen vor.

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Luftbild der Lorzenebene. (Bild: Amt für Raumplanung)

Luftbild der Lorzenebene. (Bild: Amt für Raumplanung)

Das Konzept hat zum Ziel, das Nebeneinander von Landwirtschaft, Naturschutz und Naherholung zu optimieren und die Landschaft punktuell aufzuwerten.

Das Erholungs- und Nutzungskonzept Lorzenebene im Siedlungsgürtel zwischen Zug, Baar, Steinhausen und Cham nehme Formen an. Wie die Zuger Baudirektion schreibt, möchten die Arbeitsgruppe und das Amt für Raumplanung nach dem dritten Workshop nun den Zwischenbericht der Öffentlichkeit vorstellen. In einem weiteren Workshop soll das Konzept voraussichtlich Ende Juni verabschiedet werden.

Ergebnisse aus drei Workshops

Seit vergangenem Herbst hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Grundeigentümer/innen, Landwirtschaftsbetrieben, Vertretungen aus Organisationen und Vereinen, Kantons- und Gemeinde-Behörden mit der Zukunft der Lorzenebene beschäftigt. In drei abendfüllenden Workshops haben sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Aspekten auseinandergesetzt. Dabei wurden immer auch die Kommentare aus der Bevölkerung berücksichtigt; dank Facebook und der eigenen Projektwebsite konnten Ideen deponiert und zur Diskussion gestellt werden.

Die «grüne Lunge» soll grün bleiben und der Landwirtschaft, der Naherholung und der Natur auch in Zukunft Platz bieten. In einer Karte wurde markiert, wo Massnahmen möglich und nötig sind. Die Resultate hätten gezeigt, dass sich klare Schwerpunktgebiete herauskristallisierten, so die Mitteilung.

Diese Räume habe dann das Amt für Raumplanung zusammen mit Landschaftsarchitekten genauer analysiert. Möglichkeiten und Ideen, wie diese Gebiete in Zukunft aussehen könnten, wurden zu Papier gebracht. Diese Studien wurden nun letzte Woche präsentiert.

Aufhebung des Campingplatzes

Gemäss Angaben wurden etwa das ganze Seeufer zwischen Hafen und Choller, das Gebiet Brüggli und Schiessstand Choller, Sumpf, neue Lorze im Bereich Herti sowie die alte Lorze genauer unter die Lupe genommen. Eine Massnahme, die den Charakter des Seeufers stark verändern wird, ist zum Beispiel die vorgeschlagene Aufhebung des Campingplatzes im Brüggli. In rund zehn Jahren soll dort ein grossräumiger, offener Erholungsraum für die Zuger Bevölkerung entstehen. Oder beim Schiessstand Choller soll eine Freilaufwiese für Hunde entstehen.

Luftbild der Lorzenebene. (Bild: Amt für Raumplanung)

Luftbild der Lorzenebene. (Bild: Amt für Raumplanung)

Nach den Diskussionen um mögliche Massnahmen erhalte nun die interessierte Bevölkerung Gelegenheit zur Stellungnahme. Ab diesem Montag sind alle besprochenen Plakate mit einer kurzen Erklärung und den Reaktionen aus der Diskussionsrunde online.

pd/kst