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IG zeigt die vielfältigen Gesichter der Zuger Altstadt

Am Montagabend eröffnete die IG Altstadt Zug auf der Platzwehri bei der Vogelvoliere eine Plakatausstellung mit Fotoporträts von 39 Persönlichkeiten und Läden aus der Altstadt.
Wolfgang Meyer
Jacqueline Amrhein und René Freiermuth von der IG Altstadt Zug freuen sich über die gelungenen Plakate. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. Mai 2018)

Jacqueline Amrhein und René Freiermuth von der IG Altstadt Zug freuen sich über die gelungenen Plakate. Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. Mai 2018)

Die IG Altstadt Zug zeigt an der Platzwehri die Vielfalt der Altstadt. Designschaffende, Kunsthandwerker, Händler und Gastronomen posieren vor ihren liebsten Stücken. «Die Fotos selber sind schon ein Stück Kunst für sich», meint Regula Kaiser, die Beauftragte für Stadtentwicklung und Stadtmarketing von Zug.

Ob die Bilder nun künstlerisch wertvoll sind oder nicht; die IG Altstadt Zug, an der Eröffnung der Ausstellung vertreten durch Jacqueline Amrhein und René Freiermuth, zeigt bis am 27. Mai bekannte und unbekannte Gesichter aus dem Altstadt-Gewerbe. So die Haute Couture schaffende Sarah Schlumpf, die in enger Umarmung mit einer ihrer Mannequin forschend in die Kamera blickt. Franca Hegglin vom Restaurant Intermezzo hingegen steht, bereit für die nächste Herausforderung des Alltags, die Hände in die Hüften gestemmt, vor einem ihrer Tische.

Auch Frau Schaffner von der kleinen Migros oben an der Grabenstrasse lehnt sich vergnügt über ihre Kasse. Die Fotos sind im Laufe der letzten zehn Jahre im Zuge verschiedener Projekte entstanden, erzählte Kaiser gestern bei Regen und Grau den Besuchern der Eröffnungsfeierlichkeiten.

«Die Stadt und auch der Zuger Bürger hat ein Interesse daran, die Angebotsvielfalt in der Altstadt zu unterstützen. Die Geschäfte und Unternehmen machen die Romantik dieses Stadtteils aus.» Kaiser hat von der Stadt den Auftrag, die IG Altstadt Zug bei ihren Projekten zu unterstützen. «Wir nehmen das Zepter nicht selber in die Hand, aber wir helfen der IG bei ihren eigenen Projekten, wo wir können.»

Grosser Preisdruck auf wenig Raum

Manche der Unternehmer stammen selber aus der Altstadt. So etwa der junge Schuhmacher Michael Sergi mit seiner Werkstatt «Da Giovanni». Sein Vater eröffnete die Schuhmacherei vor 28 Jahren. Nach der Lehre zum Kaufmann im Versicherungsbereich und einigen Jahren Arbeit in der Bankenbranche zieht es Sergi zurück zur Werkstatt, in der er als Kind so manchen Sonntag dem Vater half.

Er reist nach London, Mailand, Florenz und eignet sich das Rüstzeug an, um seine eigene Schuhmarke zu gründen. Seines und weitere Porträts von Unternehmern und Künstlern in der Altstadt findet man zurzeit im Internet www.altstadt-zug.ch .

Wer Geduld hat, kann aber auch warten, bis der Regen etwas nachlässt, und die Bilder bei der Vogelvoliere studieren. «Die Geschäfte in der Altstadt müssen auf kleinem Raum viel Umsatz erwirtschaften. Das ist eine grosse Herausforderung», schildert Kaiser die Situation vieler Geschäfte in der Altstadt.

Vor dem Hintergrund von Internet und Onlineshopping sieht sie eine wichtige Überlebenschance der kleinen Geschäfte im historischen Teil der Stadt in der Synergie von Kultur und Wirtschaft. «Kulturelle Anlässe ziehen den Individualtourismus an. Dieser wiederum ist gute Kundschaft für die exklusiven Angebote in der Altstadt.»

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