Illegale Bauten sorgen für Nachbarzwist

Ein Bauer in Risch hat sich um Baubewilligungen foutiert. Ein anderer verpfeift ihn.

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Beanstandet: ein Häuschen im Rebberg. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Beanstandet: ein Häuschen im Rebberg. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Dicke Post für Alfred Knüsel: Sein Nachbar Alois Muff, der ihn wegen eines Bauprojekts bis vors Bundesgericht gezerrt hat, beanstandet in einem Brief an die Gemeinde Risch, dass Knüsel auf seinem Hof Breiten illegale Bauten und Lager erstellt habe. Fünf Punkte stossen Muff sauer auf.

  • Im Wäldchen Niggenbüel unmittelbar neben dem Hof habe Knüsel ein sechs auf sechs Meter grosses Festzelt aufgestellt und fix verankert;
  • Ein Ökonomiegebäude werde zum Wohnen genutzt, was gemäss einem Bundesgerichtsurteil nicht zulässig sei;
  • Knüsel lagere illegal Abbruch- und Baumaterialien;
  • Am Waldrand oberhalb seines Rebbergs habe Knüsel eine Kleinbaute ohne Bewilligung erstellt;
  • Ein Brennholzlager am Waldrand gegen den Roterberg hinauf sei ebenfalls nicht bewilligt.

Nie eine Bewilligung eingeholt

Was ist an den Vorwürfen dran? Patrik Birri, Leiter der Abteilung Planung/Bau/Sicherheit der Gemeinde Risch, will sich nicht festlegen. «Wir wollen die einzelnen Punkte zuerst juristisch abklären und den Sachverhalt sauber aufarbeiten», erklärt er. «Sicher ist, dass die von Muff beanstandeten Bauten grundsätzlich gesehen bewilligungspflichtig sind.» Und Birri bestätigt auch, dass Knüsel keine Baugesuche eingereicht hat. Das zeigt auch ein Blick auf www.zugmap.ch, das Geoportal des Kantons Zug. Dort sind alle bewilligten Bauten aufgeführt. Weder für das Festzelt noch für das Häuschen am Rebberg existieren Einträge.

Silvan Meier

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