ILLEGALE PARTY: Hausbesetzer fordern mehr Platz für Kultur

200 Leute haben in der alten Induktafabrik eine illegale Party gefeiert. Sie wollten auf fehlende Kulturräume aufmerksam machen.

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Sven Ulrich hat eine Party im leeren Indukta-Gebäude organisiert. Am nächsten Tag ist alles aufgeräumt. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Sven Ulrich hat eine Party im leeren Indukta-Gebäude organisiert. Am nächsten Tag ist alles aufgeräumt. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Für einen Abend haben 200 Partygäste die leer stehende Induktafabrik an der Baarerstrasse in Zug besetzt. Die Polizei löste die Party nicht auf, da Vertreter der Grundbesitzerin, der Immobiliengesellschaft Hammer Retex, keine Anzeigen wegen Hausfriedensbruch erstatten wollten. «Unser Ziel war es, mit diesem Anlass erneut auf die prekäre Situation beim kulturellen Angebot für Jugendliche aufmerksam zu machen. Die hat sich nach der Schliessung der Proberäume im Kulturzentrum Galvanik noch verschärft», sagt Sven Ulrich, Mitorganisator der illegalen Party. Ulrich gehört zu einer Gruppe von Leuten, die mehr tun wollen für die Zuger Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Bei der Party wollen es Ulrich und seine Kollegen nicht belassen. am Sonntag haben sie Rampen für Biker und Skater in der Fabrik aufgestellt. Am Montag will er ersten Kontakt mit der Hammer Retex aufnehmen, um einen Vertrag für die vorläufige Nutzung der Räume auszuhandeln. Einfach umzusetzen ist das Anliegen sicher nicht, denn in der Induktafabrik gibt es weder sanitäre Anlagen noch fliessendes Wasser.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.