Die katholische Pfarrei Oberägeri geht im Advent von Tür zu Tür

Die katholische Pfarrei Oberägeri will im Dezember auf die Idee des weihnächtlichen Schenkens aufmerksam machen.

Vanessa Varisco
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Einige Geschenke  sind in der Kirche in Oberägeri schon zu sehen.

Einige Geschenke  sind in der Kirche in Oberägeri schon zu sehen.  

Bild: Jakob Ineichen (29.November 2019)

Begegnungen schaffen und dabei gleichzeitig der Idee des weihnächtlichen Schenkens auf den Grund gehen – das möchte die katholische Pfarrei Oberägeri mit einem besonderen Projekt. Jeweils am Mittwochabend in der Adventszeit werden Jacqueline Bruggisser, Thomas Betschart und Diakon Urs Stierli vom Seelsorgeteam in Alosen, Morgarten und im Dorf von Tür zu Tür gehen und insgesamt 300 Geschenke verteilen.

Dies mit der Bitte, es erst an Heiligabend oder dem Weihnachtsmorgen zu öffnen. «In Oberägeri gehört es zur Tradition, dass die Gottesdienste im Advent einem Thema zugeordnet werden», erklärt Urs Stierli. Dieses Jahr lautet es «geschenkt. Advent und Weihnachten 2019». «Und geschenkt liegt nahe bei Geschenk, weshalb die Idee für dieses Projekt entstanden ist», führt der Diakon aus. Ausserdem sei das Seelsorgeteam gerne nahe bei den Menschen – eine «Geh-Hin-Kirche», nennt er sie begeistert. Gut vorstellbar, dass beim «Gschänkli verteile» daher das eine oder andere Gespräch an der Tür entsteht. «Das ist uns ein Anliegen», betont Urs Stierli.

Die Vorbereitungen haben bereits im September angefangen. Jeweils zu dieser Zeit legt das Seelsorgeteam fest, welchem Thema sich die Pfarrei dieses Jahr widmet. Anschliessend wurden die 300 Geschenke vom Büroservice der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ) hergestellt, da es eine zeitaufwendige Arbeit ist, welche das dreiköpfige Team nicht hätte stemmen können.

«Was in den Geschenken drin ist, kann ich noch nicht verraten», erklärt Urs Stierli fröhlich. Das müssen die Beschenkten schliesslich selbst herausfinden. Verteilt werden die Geschenke dann von den Seelsorgern. «Wir haben uns die Quartiere aufgeteilt, damit wir nicht alle am selben Ort unterwegs sind.» Wie die Reaktionen auf dieses Projekt ausfallen würden, sei schwer abzuschätzen, Urs Stierli vermutet aber: «Die Bevölkerung wird sich wohl freuen. Man kennt uns im Dorf.»

Im Rahmen des Themas «geschenkt.» werden sich auch die Gottesdienste im Advent um das Thema Schenken drehen. So heissen sie etwa «geschenkt.persönlich», «geschenkt.angenommen» oder «geschenkt.konkret». «Auch legen wir auf die visuelle Komponente wert, weshalb wir beispielsweise die Kirchen mit Geschenken dekoriert haben», erzählt Stierli. Nicht zu vergessen sind die geschmückten Adventsfenster, die ebenfalls im ganzen Dorf bestaunt werden können.