Im Jahr 2019 besuchten weniger Feriengäste den Kanton Zug

Zug Tourismus hat die Logiernächtestatistik veröffentlicht. Gäste aus der Schweiz bleiben die bedeutendste Gruppe.

Andrea Muff
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Im vergangenen Jahr haben die Hotels im Kanton (hier das City Garden in Zug) vor allem vom Eidgenössischen Schwingfest profitiert.

Im vergangenen Jahr haben die Hotels im Kanton (hier das City Garden in Zug) vor allem vom Eidgenössischen Schwingfest profitiert.

Bild: Stefan Kaiser (29. Februar 2020)

Der Kanton Zug als Reisedestination bleibt vor allem bei Gästen aus der Schweiz attraktiv. Dies zeigt die kürzlich von Zug Tourismus veröffentlichte Logiernächtestatistik. Mit 40 Prozent stellen die Gäste aus dem Inland die mit Abstand bedeutendste Gästegruppe. Insgesamt verzeichnete der Kanton mit 282044 Logiernächten eine Abnahme von 6,7 Prozent. Einen signifikanten Rückgang hat Zug Tourismus bei den Gästen aus China – ein Minus von 6348 Logiernächten entspricht einer Abnahme von 28,9 Prozent – und Deutschland – ein Minus von 4707 Logiernächten entspricht der Abnahme von 12,3 Prozent – verzeichnet.

Der ermittelte Rückgang der Logiernächte sei aber schwierig einzuordnen, sagt Patrizia Hofstetter. Die Geschäftsführerin von Zug Tourismus präzisiert: «Die reine Zahl der Logiernächte sagt noch nichts über den Umsatz und die Auslastung der Zuger Hotels aus.» So habe etwa die Schliessung von zwei Hotelbetrieben markant zum Rückgang der Logiernächte in den Gemeinden Cham und Risch beigetragen. Das Hotel Lorze in Cham wurde im September 2018 und das Hotel Waldheim in Risch im Dezember desselben Jahrs geschlossen. Beide Hotelbetriebe hätten je über 30 Zimmer verfügt.

Neue Führungspersonen bei Zug Tourismus

Patrizia Hofstetter tritt per Ende März als Geschäftsführerin von Zug Tourismus zurück. Um die vakante Stelle ohne Zeitdruck zu besetzen, wird Peter Niederberger als Leiter ad interim eingesetzt. Aufgrund seiner früheren Tätigkeiten als Marketingleiter für Zug Tourismus verfüge er über das nötige Fachwissen, teilt Zug Tourismus mit. Eine Neuerung gibt es auch an der Spitze des Vereins: Heini Schmid gibt das Präsidium anlässlich der Generalversammlung vom 12. Mai ab. Als Nachfolger ist Andreas Zgraggen vorgeschlagen.

Patrizia Hofstetter weist darüber hinaus darauf hin, dass die Übernachtungen aus der sogenannten Parahotellerie – wie etwa Privatunterkünften, Ferienwohnungen und Serviced Apartments – nicht in der Statistik erfasst seien. Sie sagt:

«Da eine Ferienwohnung
auf verschiedenen Plattformen angeboten werden kann, sind für uns
die Zahlen schwer messbar.
Wir wissen jedoch, dass die alternativen Übernachtungsmöglichkeiten weiter zunehmen.»

Auch in Zukunft will Zug Tourismus vor allem auf die Gäste aus der Schweiz setzen. «Sie sind unsere wichtigste Zielgruppe», sagt Hofstetter. «Durch das Jahrhundertfest in Zug, dem ‹Eidgenössischen› im August 2019, stieg der Anteil von Schweizer Gästen in diesem Monat in der Stadt Zug gegenüber dem Vorjahr um 68 Prozent», erklärt sie weiter. Neue Angebote sollen auch in diesem Jahr die Attraktivität der Region stärken. Zudem werde auch die neue Geschäftsführung von Zug Tourismus (siehe Box) neue Inputs in die bestehende Strategie einbringen, meint Hofstetter.

Patrizia Hofstetter verlässt Zug Tourismus

Die Geschäftsführerin von Zug Tourismus hat sich entschieden, das Unternehmen per Ende März 2020 zu verlassen. Zur Demission entschlossen hat sich auch Präsident Heini Schmid.