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Im Kanton Zug gab es 2018 weniger Konkurse

Das Zuger Kantonsgericht hat im vergangenen Jahr 370 Konkurse eröffnet – 45 weniger als im Vorjahr. Bei rund 40 Prozent der Fälle war keine Überschuldung, sondern ein Organisationsmangel die Ursache.

Der Gesamtbetrag der zu Verlust gekommenen Forderungen, für welche im vergangenen Jahr ein Verlustschein ausgestellt wurde, reduzierte sich gemäss Konkursstatistik 2018 des Kantons Zug auf rund 34 Millionen Franken. Im Jahr 2017 waren es noch gut 150,6 Millionen Franken, wie die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug mitteilte.

Von den neu eröffneten Konkursen entfielen 337 Verfahren auf im Handelsregister eingetragene Firmen und Personen. Davon wurden 137 Verfahren aufgrund einer ordentlichen Betreibung eröffnet (Vorjahr: 140). Insgesamt hatten 220 Verfahren ihren Ursprung im Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) – im Jahr 2017 waren es 229.

Organisation ist vielfach nicht Gesetzeskonform

150 Konkurseröffnungen (Vorjahr: 186) hatten ihre Ursache in einem Organisationsmangel. Ein solcher liegt vor, wenn die Organisation einer Gesellschaft hinsichtlich ihrer Verwaltung, Vertretung oder der Revision nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und dies zur konkursamtlichen Liquidation führt, falls der Mangel nicht rechtzeitig behoben wird.

Bei sechs Verfahren (Vorjahr: fünf) wurde zudem das vormals mangels Aktiven eingestellte Verfahren wieder eröffnet. Grund dafür war die nachträgliche Entdeckung von Vermögenswerten.

Zusätzlich zu den vom Kantonsgericht eröffneten Konkursverfahren, wurde ein Konkurs, der von ausländischen Gerichten über Gesellschaften mit Sitz im Ausland eröffnet worden ist, auf das Gebiet der Schweiz ausgedehnt.

In zwei Fällen erfolgte die Konkurseröffnung aufgrund der Insolvenzerklärung einer natürlichen Person. Im Vorjahr verlangten ebenfalls zwei im Handelsregister nicht eingetragene Personen die konkursamtliche Liquidation ihres Vermögens.

Liquidation ausgeschlagener Erbschaften

Für 31 (Vorjahr: 33) von den Erben ausgeschlagene Erbschaften ordnete das Kantonsgericht Zug die Liquidation durch das Konkursamt an.

Zusammen mit den aus dem Jahr 2017 übernommenen 439 pendenten und den sechs wieder eröffneten Verfahren, ergaben die 370 neu eröffneten Konkurse insgesamt 815 im Jahr 2018 zu behandelnde Konkursverfahren. Im Jahr 2017 waren es 821.

Von den 815 Konkursverfahren wurden 92 (Vorjahr: 98) Konkurse nach durchgeführtem Verfahren geschlossen. 334 Verfahren gelangten nicht zur Durchführung und wurden mangels Aktiven eingestellt (Vorjahr 261). In zwei Fällen erfolgte ein Widerruf des Konkursverfahrens, nachdem sämtliche Forderungen getilgt oder von den Gläubigern zurückgezogen wurden. Insgesamt 19 Konkurseröffnungen (Vorjahr: 15) wurden mittels Beschwerde erfolgreich angefochten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mit 368 pendenten Verfahren 71 weniger Verfahren auf das Jahr 2019 übertragen. (zim/pd)

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