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Im Kanton Zug soll eine Stadtlandschaft rund um vier Zentren entstehen

Um bis in rund 20 Jahren ausreichend Wohnraum und Raum für Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, muss im Kanton Zug dichter gebaut werden. Die Raumplanung sieht hierfür sogenannte Stadtlandschaften vor.
Zoe Gwerder

Die raumplanerische Zukunft im Kanton Zug besteht insbesondere aus Verdichten. Denn von den insgesamt rund 2300 Hektaren Bauzone sind noch etwas mehr als 300 Hektaren unbebaut, was rund 13 Prozent entspricht. Der Kantonsrat geht zudem davon aus, dass im Jahr 2040 rund 148000 Personen im Kanton wohnen und rund 130000 hier arbeiten werden. Dies würde einem Wachstum von 0.9 bis 1.1 Prozent pro Jahr entsprechen. Um all diese Leute im Kanton Zug unterzubringen, reichen die verbleibenden unbebauten Bauzonen nicht aus, wie der Zuger Kantonsplaner René Hutter erklärt. «Wir kommen nicht darum herum, zu verdichten.» Dazu hat der Kanton im aktuell gültigen Richtplan bereits Gebiete festgelegt, in denen hauptsächlich gebaut und auch verdichtet werden soll:

In den Stadtlandschaften (rot eingefärbt) rund um die Zentren Zug, Baar, Cham und Risch-Rotkreuz soll der Hauptteil der Entwicklung stattfinden. (Karte: pd)

In den Stadtlandschaften (rot eingefärbt) rund um die Zentren Zug, Baar, Cham und Risch-Rotkreuz soll der Hauptteil der Entwicklung stattfinden. (Karte: pd)

«85 Prozent des Wachstums soll in diesen sogenannten Stadtlandschaften stattfinden.» Diese Stadtlandschaften ziehen sich von Oberwil über Zug, Inwil, Baar, Blickensdorf, Steinhausen, Cham, Enikon, Hünenberg, Chämleten, Holzhäusern und Rotkreuz. Sie befinden sich jeweils dort, wo in den Gemeinden schon heute dichter gebaut wird. Diese Stadtlandschaften haben insgesamt vier Zentren: Zug, Baar, Cham und Risch-Rotkreuz.

Im Richtplan hat der Kantonsrat zudem festgelegt, dass über den ganzen Kanton nur noch 10 Hektaren durch Arrondierungen eingezont werden dürfen. Wie dies unter den Gemeinden aufgeteilt wird, ist noch nicht klar und wird gemeinsam mit dem Kanton festgelegt. Bis Ende Jahr sollten die Hektaren unter den Gemeinden aufgeteilt sein. Diese müssen ihre Ortsplanrevisionen bis 2025 abgeschlossen haben.

Am 19. Mai wird zudem über den zweiten Teil des Planungs- und Baugesetzes abgestimmt. Sollte dieses abgelehnt werden, würde ein absolutes Einzonungsverbot gelten, da der Kanton so den Vorgaben des Bundes nicht nachkommen würde. Die Revision des Richtplans ist nötig, da 2013 über 70 Prozent der Zuger Stimmberechtigen Ja zum revidierten Raumplanungsgesetz (RPG) sagten. Damit verpflichten sich Bund, Kantone und Gemeinden unter anderem, Massnahmen zu unterstützen, welche die Siedlungsentwicklung nach innen lenken – also verdichtetes Bauen (zg)

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