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Im Kanton Zug wurde erstmals ein Wolf gesichtet

Am 15. Mai hielt sich im Gebiet Bostadel in der Gemeinde Menzingen ein Wolf auf. Ein Biologe, der im Auftrag des Amtes für Wald und Wild im Gebiet tätig war, konnte das Tier fotografieren.
Das Bild zeigt den Wolf im hohen Gras im Gebiet Bostadel in Menzingen. Bild: PD

Das Bild zeigt den Wolf im hohen Gras im Gebiet Bostadel in Menzingen. Bild: PD

Im Gebiet Bostadel in der Gemeinde Menzingen hielt sich am 15. Mai ein Wolf auf, wie die Zuger Direktion des Innern mitteilt. Die aufwändige Verifikation durch die Wildhut des Amtes für Wald und Wild in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Raubtierökologie und Wildtiermanagement ergab, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Wolf handelt.

Tags zuvor war in Horgen ein Wolf anhand eines guten Fotos zweifelsfrei bestätigt worden. Ein Nachweis durch Kotfunde oder Trittsiegel (Pfotenabdrücke) konnte nicht erbracht werden. Meldungen über Risse oder Rissspuren gingen bisher keine ein.

Wolf im Gebiet Bostadel (Gemeinde Menzingen) gesichtet

Kanton Zug verfügt über ein Wolfkonzept

Mit den Aufnahmen in der Gemeinde Menzingen kann die kantonale Wildhut nun erstmals einen Wolf im Kanton Zug bestätigen. «Der Kanton fördert die Rückkehr des scheuen Raubtiers nicht aktiv, ist aber darauf vorbereitet», schreibt die Direktion des Innern. So erstellte das Amt für Wald und Wild in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsamt und dem landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schluechthof Cham im Jahre 2017 ein Wolfkonzept Kanton Zug.

Darin werden Grundsätze, Zuständigkeiten und Handlungsanweisungen erläutert, die bei Wolfspräsenz nötig beziehungsweise wichtig sind. Wird ein Wolf auf Zuger Kantonsgebiet nachgewiesen, werden die betroffenen Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter umgehend mit einem SMS alarmiert. Die Betroffenen sind über mögliche Präventionsmassnahmen orientiert und die kantonale Herdenschutzbeauftragte unterstützt sie bei der Umsetzung.

Hinweis an die Bevölkerung

Der Zuger Wolf ist nicht der erste, der durch die Zentralschweiz streift. Gesichtet wurden Wölfe beispielsweise in den Kantonen Schwyz, Nid- und Obwalden, Luzern oder auch Uri, in denen zum Teil Nutztiere gerissen wurden.

Wölfe sind scheue Tiere, die den Kontakt mit Menschen meiden. Für die Zuger Bevölkerung und Haustiere besteht deshalb keine Gefahr. Beobachtungen oder Verdachtsmeldungen, die auf den Wolf hindeuten, sind umgehend dem Amt für Wald und Wild über die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei 041 728 41 41 zu melden. (haz/red)

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