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Im Museum Burg Zug sind zum Start einer Veranstaltungsreihe alle Sinne gefragt

Die Besucher versammelten sich am Sonntag, um die Freude zur Natur zu teilen, wobei die Zuger Geschichte nicht zu kurz kam.

Lena Dysli
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Auf der Burg Zug drehte sich am Sonntag alles rund um Gärten, Kräuter und Düfte. Bei schwüler Hitze versammelten sich die zehn Besucher – Kinder und Erwachsene – um nicht nur eine kleine Exkursion in die Vergangenheit anzutreten, sondern auch selbst Kräuter zu mischen und die Burg aus einer neuen Perspektive zu erkunden. Dies anlässlich des Auftakts der mehrteiligen sogenannten Familiensonntage im Museum (siehe Hinweis).

Sophia Aschwanden vom Museum Zug (links) erklärt Michèle Jörg (schwarzes Kleid, mit Fabio Dittli) und Marlen Wildher, worum es geht.
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Laura Steiner (mit Maske) fährt in der Museums-Apotheke weiter mit den Ausführungen.
Auch der Corona-bedingte Abstand wird vorbildlich eingehalten.
Auch die Ringelblumenblüte konnte als Duftstoff gewählt werden.
Mehrere Düfte konnte man kombinieren.
Die Hülle der Duftsäckchen.
Marlen Wildher beschriftet ihr Duftsäckchen.
Auch Fabio Dittli macht eines.

Sophia Aschwanden vom Museum Zug (links) erklärt Michèle Jörg (schwarzes Kleid, mit Fabio Dittli) und Marlen Wildher, worum es geht.

Bild: Roger Zbinden (Zug, 12. Juli 2020)

Zum Schutz der Gesundheit vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie wurde die erlaubte Anzahl Personen limitiert. Auch ist die Burg derzeit nur als Einbahn-Rundgang begehbar. Gewisse Installationen und enge Räume mussten abgesperrt werden und sind nur beschränkt begehbar, sodass der nötige Abstand allzeit gewährt sein kann.

Zu Beginn der Führung war ein gutes Beobachtungsvermögen von grossem Vorteil. Denn nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Burg und deren Veränderungen seit dem 12Jahrhundert analysierten die Besucherinnen und Besucher die Bedeutung der Pflanzen und Kräuter anhand eines Ölgemäldes. Beim Bild handelte es sich um ein Original aus der St.-Oswalds-Kirche; einem Gemälde, auf welchem sich einst ein Zuger Bauherr verewigen liess. Neben ihm sind Jesus, Maria und Anna abgebildet, zusammen mit Beeren, Schlüsselblumen, bis hin zum Apfel, wobei alle Pflanzen und Kräuter ihren Platz haben und die Figuren unterstützen.

Ehemalige Apotheke ist jetzt Teil des Museums

Doch nicht nur das genaue Hinsehen war gefragt, auch ein sensibles Näschen kam gelegen. Die Besucher wurden nämlich von herben Düften überrascht und rätselten, um welche es sich wohl handelte. Dabei wurde philosophiert, wie es damals wohl in einer Drogerie gewesen sein muss. Auch die Burg hat ihre kleine Drogerie. Als im Jahr 1987 die Drogerie Luthiger an der Neugasse schloss, wurde sie ins Museum Burg Zug gebracht und ausgestellt, um Teil der Zuger Geschichte zu werden.

«Diesen Sommer ist das Museum Burg Zug ein perfektes Ausflugsziel für die Familie. Trotz der Einschränkungen versuchen wir, durch Spezialanlässe die Burg für unsere Gäste attraktiv zu machen und garantieren dabei einen erlebnisreichen Besuch», erläuterte Michèle Jörg, die Verantwortliche für Marketing und Kommunikation des Museums.

Auch mit den vorgeschriebenen Massnahmen ist die Burg Zug ein tolles Erlebnis und sorgt dafür, dass die Zuger Geschichte niemals in Vergessenheit gerät. Apropos Geschichte: Am Nationalfeiertag werden die Türen des Museums von 10 bis 17 Uhr gratis geöffnet sein, um gemeinsam den Bundesfeiertag zu zelebrieren. Dabei wird für die jungen Besucher ein Lampion-Atelier eingerichtet sein.

Die Familiensonntage sind eine Veranstaltungsreihe, die im Museum Burg Zug in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Schweiz stattfinden. Weitere Themen und Durchführungstage sind: «Die zertanzten Schuhe» am 16.August, «Modische Zeitreise» am 23.August und 18.Oktober und «Gärten, Kräuter und Düfte» am 15.November.

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