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Im Rufin Café Grenzen überwinden

Die Stiftung Phönix Zug feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum. Zu diesem Anlass hat bis Ende August auf der Terrasse des Hauses Rufin Seeblick in Oberwil ein besonderes Café geöffnet.
Sara Noaman
Therapeutin Silke Thomson (links) dekoriert mit Bewohnerin Verena Jolanda Schuler Muffins. (Bild: Werner Schelbert (Oberwil, 27. Juli 2018))

Therapeutin Silke Thomson (links) dekoriert mit Bewohnerin Verena Jolanda Schuler Muffins. (Bild: Werner Schelbert (Oberwil, 27. Juli 2018))

An einem der vielen Tische mit Blick auf den Zugersee in der Sonne sitzen, gemütlich mit Freunden plaudern und einen liebevoll dekorierten Schokomuffin geniessen, der einem von herzlichen Menschen serviert wird. Genau dies bietet das Rufin Café, das noch bis Ende August, jeden Freitagnachmittag von 14 bis 16 Uhr im Haus Rufin Seeblick in Oberwil geöffnet hat.

«Das Rufin Café war ursprünglich als einmaliges Angebot anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Stiftung Phönix Zug gedacht», so Betriebsleiter Hannes Marty. Aber falls es gut laufe und man sehe, dass die Bewohner die Möglichkeit erhalten, mit den Besuchern Kontakt aufzunehmen und ihre Zeit im Café geniessen, könne man darüber nachdenken, ob es wiedereröffnet werden soll oder ob ein anderes Projekt realisiert werde.

Hemmschwellen abbauen

Im Haus Rufin Seeblick leben Personen mit psychischen Beeinträchtigungen und hohem Betreuungsbedarf. Diese haben nun gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses dafür gesorgt, dass die Bewohner Oberwils auf das kleine temporäre Café Rufin aufmerksam wurden, indem sie Flyer an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt haben. Doch hier hört das Engagement der Bewohner nicht auf. Sie helfen im Café fleissig mit, sie backen die Muffins und verzieren sie, bereiten den hauseigenen «Endless-Summer-Drink» vor und bedienen die Besucher. «Am Anfang waren sie nervös, hatten ein bisschen Angst und waren skeptisch. Aber danach, wenn sie einen schönen Teller oder einen coolen Drink gemacht haben, dann läuft es und dann haben sie Freude und Spass», sagt Vreni Hiltbrunner vom Betreuungsteam.

Das Arbeiten im Café, das normalerweise als Essenssaal benutzt wird, bietet den Bewohnern eine Abwechslung und die Chance, Geld zu verdienen, was im Haus normalerweise nicht möglich ist. «Die Besucher des Cafés dürfen den Preis selbst festlegen, je nachdem, was sie für richtig empfinden. Dieses Einkommen abzüglich der Selbstkosten wird an jene Bewohner, die ausgeholfen haben, als Taschengeld verteilt», erklärt Vreni Hiltbrunner.

Vor allem soll das Café aber ein Ort der Begegnung sein. «Es wurde eröffnet», so Therapeutin Silke Thomsen, «damit die Oberwiler Bevölkerung das Rufin kennen lernt und so die Hemmschwelle ein bisschen runtergesetzt wird.» Denn wo könne man sich besser austauschen und plaudern als in einem Café? Die Bewohnerin Bernadette Gisler, die bereits Erfahrungen im Gastgewerbe gemacht hat, ist der Meinung, dass die Oberwiler dadurch «Angst vor kranken Menschen abbauen können». Und das Café kommt gut an. Laut Barbara Bründler, einer Besucherin, überzeuge es mit seiner Lage, seiner freundlichen Bedienung und dadurch, dass alles sehr schön gemacht sei.

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