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Im Soundstudio in Cham: von der Song-Idee bis zum Marketing

Die jungen DJ’s Robin Tune und Danny Carlson eröffnen im Chamer Industriegebiet ein Tonstudio. Sie haben Grosses vor.
Rahel Hug
Die beiden DJ's Danny Carlson (Dennis Petermann) und Robin Tune (Robin Tiedemann) bauen in einer alten Lagerhalle im Industriegebiet von Cham ein neues Tonstudio auf. (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 28. September 2019)

Die beiden DJ's Danny Carlson (Dennis Petermann) und Robin Tune (Robin Tiedemann) bauen in einer alten Lagerhalle im Industriegebiet von Cham ein neues Tonstudio auf. (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 28. September 2019)

Wer einen eigenen Song aufnehmen oder ins DJ-Business einsteigen möchte, dem steht im Chamer Industriegebiet bald eine neue Plattform zur Verfügung. Und zwar an der Hinterbergstrasse 21. Hier richten die DJs Robin Tune und Danny Carlson gemeinsam mit weiteren Mitstreitern auf 250 Quadratmetern ein neues Tonstudio ein. Es wird zwei Regieräume, eine Gesangskabine, ein Raum für die Live-Aufnahme von Instrumenten sowie Büros und einen Aufenthaltsraum. Diese Tage beginnen die Arbeiten im ehemaligen Lagerraum im obersten Stock des Gewerbebaus.

Das Unternehmen dahinter heisst Roda Music GmbH. «Roda» steht für die DJ’s Robin Tiedemann und Dennis Petermann, wie die beiden mit bürgerlichem Namen heissen. Tiedemann alias Robin Tune wohnt in Brunnen, hat aber einen engen Bezug zum Kanton Zug. Er arbeitet hier im Immobilienbereich und hat als DJ schon oft im Zuger Club L&G aufgelegt. Petermann alias Danny Carlson stammt aus dem Kanton Zürich. Gemeinsam mit Tiedemann stand er in Zug am Eidgenössischen Schwingfest im August an den Plattentellern. Mit im Boot ist auch der Zuger Maurice Wismer, mit dem die beiden das Label Adorma Records gegründet haben. «Wir decken vor allem die Musikstile Big-Room-House, Dance-Pop, Elektro und Future-House ab», erklärt Robin Tiedemann. Für R’n’B, Hip-Hop, Trap und weitere Stile wird ein Sublabel gegründet, das von Jan Repi alias Azuma aus Zug geleitet wird.

«Wir bieten das ganze Paket an»

Die Jungunternehmer haben Grosses vor. «Wir bieten in unserem Studio das ganze Paket an. Musiker bekommen von der ersten Idee für einen Song über Grafiken bis zum Release in allen Bereichen Unterstützung», sagt der 26-jährige Tiedemann. Zu den Dienstleistungen gehören eine Produzentenschule, eine DJ-Schule und Produzentenarbeiten. Mit dem neuen Label werden zudem die Bereiche Vermarktung und Vertrieb von Stücken abgedeckt. Weiter sind Grafiker mit im Boot, die beispielsweise Musikvideos produzieren können.

Die Nachfrage nach einem grossen, modernen und umfassenden Studio in der Zentralschweiz sei vorhanden, ist Robin Tiedemann überzeugt. «Für junge Leute, die eine Idee für einen Song haben, ist es schwierig, diesen zu produzieren und dann auch zu veröffentlichen. Wir möchten jungen Talenten so eine Chance bieten.» Im Team von Tiedemann und Petermann ist selber niemand älter als 30 Jahre. Doch wie viel kostet es denn, bei ihnen einen Song zu produzieren? «Das hängt vom Aufwand ab», erklärt Tiedemann. Man wolle aber Preise «unter dem Branchendurchschnitt» anbieten. Demnächst werden die Firma und das Label auch mit einer Homepage präsent sein, wo Interessierte weitere Infos finden.

Ein Budget im sechsstelligen Bereich

Das technische Equipment und die Einrichtung eines modernen Tonstudios – das kostet eine Menge Geld. Viele Geräte konnten Tiedemann und seine Kollegen aus dem Studio mitnehmen, in dem sie vorher eingemietet waren. Einige Anlagen haben sie neu angeschafft. «Mit den Räumlichkeiten hatten wir grosses Glück. Der Eigentümer ist sehr grosszügig.» Das Gebäude gehört der Pierre Sudan Leasing und Finanz AG, für die Tiedemann auch arbeitet. Budgetiert für das Projekt haben die jungen Musikbegeisterten einen sechsstelligen Betrag. «Wir mussten viel Geld selber einbringen und auch sparen, das ist klar», sagt Tiedemann.

Er rechnet damit, dass in vier bis sechs Wochen alles fertig sein wird. «Wir möchten noch vor Ende Jahr eröffnen», sagt er. Noch sei es zu früh, voll auf das Standbein Musikbusiness zu setzen. «Wir wollen nichts überstürzen», erklärt er. Im Studio falle die Arbeit vor allem abends und an den Wochenenden an. «Das ist mit meinem Job, bei dem ich sehr flexibel bin, gut vereinbar.» Noch sei die Musik «nur» eine Leidenschaft. «Doch es wäre schön, könnte ich dereinst ganz davon leben.»

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