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Im Zuger Funknetz werden letzte Löcher gestopft

Seit zwei Jahren funken die Blaulichtorganisationen im Kanton via Polycom. Nun sollen Antennen optimiert werden.
Laura Sibold

Momentan liegen drei Baugesuche für bestehende Polycom-Antennen im Kanton Zug auf; an der Hinterbergstrasse in Steinhausen, beim Werkhof Baar im Jöchler und beim Polizeigebäude an der Aa in Zug. Zwei weitere Baugesuche in Hünenberg und Risch sind Ende letzter Woche an die jeweiligen Gemeinden eingereicht worden.

Dabei geht es laut Hugo Halter, stellvertretender Kommandant der Zuger Polizei, der als Projektleiter für das Polycom-Teilnetz Zug amtet, um Optimierungen im täglichen Funkverkehr. «Obwohl sämtliche Zuger Sender mit der maximal möglichen Sendeleistung von 16 Watt betrieben werden, ist die Funkqualität in einzelnen Gebäuden nicht optimal. Die Funkversorgung und die Sprachqualität in Gebäuden sollen erhöht werden», erklärt Halter. Zu diesem Zweck wird die Sendeleistung an fünf der insgesamt elf Antennen im Kanton Zug erhöht, um mit einer neuen, angepassten Kanalzusammenschaltung den Qualitätsverlust zu verkleinern. Dazu sind keine baulichen Massnahmen oder neue Antennen nötig, an den bestehenden Sendemasten werden aber neue Module installiert.

Keine zusätzlichen Kosten für den Kanton

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ), der Rettungsdienst Zug, der Zivilschutz sowie die Zuger Polizei funken seit zwei Jahren über das Polycom-Funknetz. Die Blaulichtorganisationen können damit auch über die Kantonsgrenzen hinweg miteinander kommunizieren. Das System funktioniere soweit gut, ist Hugo Halter überzeugt. Ein nationales Gesamtsicherheitsfunknetz sei sinnvoll, da alle Partnerorganisationen und zivilen Führungsstäbe eingebunden seien. «Im Ernstfall ist es notwendig, dass alle Einsatzkräfte störungsfrei und in guter Qualität miteinander kommunizieren können und so eine erfolgreiche Ereignisbewältigung sicherstellen können.»

Für die Installation des Zuger Polycom-Systems sprach der Kanton ursprünglich knapp 20 Millionen Franken. Die nun geplanten Anpassungen an fünf Antennen sind darin eingerechnet. Grund zur Panik wegen angeblicher stärkerer Strahlung durch die Anpassungen besteht indes nicht: Die Grenzwerte des Bundes zu nichtionisierender Strahlung werden gemäss Baugesuch eingehalten.

Der Kanton Zug hat bezüglich Polycom eine gewisse Vorgeschichte. So stiegen die meisten Schweizer Kantone bereits um die Jahrtausendwende auf das Polycom-Funksystem um. In Zug dauerte der Wechsel einiges länger, denn der Widerstand im Kantonsrat war aus Angst vor Investitionen in eine bereits veraltete Technologie gross. Erst Ende 2015 wurde Polycom in Zug in Betrieb genommen. Und es bewegte die Politik weiterhin.

Anpassungen seien in jedem Teilnetz nötig

In einer Interpellation stellten die Kantonsräte Florian Weber (FDP/Walchwil), Andreas Hürlimann (ALG/Steinhausen) und Philip C. Brunner (SVP/Zug) im November 2016 kritische Fragen zur Polycom-Einführung. Im Gegensatz zu anderen Kantonen müsse Zug weniger beziehungsweise später nachrüsten, schreibt der Regierungsrat in der Antwort auf den erwähnten Vorstoss. «Das vom Kanton Zug errichtete Teilnetz Polycom ist technisch auf einem wesentlich neueren Stand als die ersten Teilnetze und kann wie vorgesehen ohne technische Anpassungen bis 2025 weiterbetrieben werden», heisst es weiter. Polycom-Projektleiter Hugo Halter bekräftigt, dass diese Aussage noch immer ihre Gültigkeit habe. Bei den vorliegenden Anpassungen gehe es um eine Optimierung des bestehenden Teilnetzes Zug, die bei jedem technischen Projekt und jedem Teilnetz Polycom vorgenommen würden.

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