Immer weniger Menschen beziehen IV

Immer weniger Zugerinnen und Zuger werden von der IV unterstützt. Letztes Jahr lebten noch 2772 Personen von einer Invalidenrente. Im Jahr zuvor waren es 2853, wie aus dem Geschäftsbericht der Ausgleichskasse hervorgeht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

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Eine Frau im Rollstuhl in ihrer Wohnung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Eine Frau im Rollstuhl in ihrer Wohnung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im Jahr 2005 zählte der Kanton Zug noch 3451 IV-Bezügerinnen und -Bezüger. Der Abwärtstrend hält seit Jahren kontinuierlich an und entspricht der gesamtschweizerischen Entwicklung.

Die Zahl der Neuanmeldungen hat im letzten Jahr allerdings etwas zugenommen und belief sich auf 1630 Fälle. Im Vorjahr waren es knapp 200 Fälle weniger gewesen. Die IV-Stelle begründet diesen Neuanmeldungs-Anstieg mit dem geänderten Finanzierungsmechanismus für Hörgeräte.

Weil der Bund per 1. Juli 2011 die IV-Pauschalbeträge für Hörgeräte deutlich kürzte, schafften sich viele Betroffene vor der Umstellung noch ein neues Gerät an.

57 Prozent der Gesuche abgelehnt

2011 wurden zudem 460 Fälle einer Neubeurteilung unterzogen und genau geprüft. In der Folge wurden 41 Renten herabgesetzt oder gar aufgehoben. Insgesamt lehnte die IV-Stelle im letzten Jahr 57 Prozent aller Rentengesuche ab.

Sie arbeitete damit noch etwas restriktiver als im Jahr zuvor, als sie erst 53 Prozent abgewiesen hatte. Insgesamt zahlte die Stelle 2011 IV-Leistungen in der Höhe von 54,3 Millionen Franken aus. Ein Jahr zuvor waren es noch knapp 56 Millionen Franken.

sda