Impfkampagne gegen Gebärmutterhalskrebs

Der Kanton Zug bereitet eine Impfkampagne gegen Gebärmutterhalskrebs vor. Die Kosten übernimmt die Grundversicherung. Kantonsarzt Rudolf Hauri strebt einen Start der Kampagne Anfang des kommenden Schuljahres an.

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Der Schutz vor dem so genannten Humanen Papillomavirus (HPV) muss vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen, wie Rudolf Hauri erklärt. Deshalb sollten sich alle Mädchen ab etwa 11 Jahren impfen lassen. Für Mädchen im Schulalter - und bis Ende 2012 auch für junge Frauen bis 19 Jahren - übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Die Impfung ist freiwillig, wie die Gesundheitsdirektion am Montag mitteilte. Für den Schutz sind drei Impfungen innerhalb ungefähr eines halben Jahres nötig. Frauen, die sich schon vor dem Start des Impfprogramms impfen lassen wollen oder älter sind als 19 Jahre, sollten über eine Zusatzversicherung verfügen und mit dieser eine Kostenübernahme abklären.

Bis im Frühling werden nun verschiedene technische Belange geklärt - etwa Fragen der Beschaffung von Impfstoff und der Ausgestaltung der Kampagne. Auch Verhandlungen mit den Krankenkassen seien noch nötig, sagte Kantonsarzt Hauri. Wenn möglich solle die Kampagne Anfang Schuljahr 2008/09 starten.

Der Kanton Zug treibt laut Hauri die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs nicht isoliert voran. Schweizweit spreche sich die Vereinigung der Kantonsärzte ab. In allen Kantonen wolle man ungefähr gleichzeitig bereit sein.

sda