In Cham müssen Bäume einem Pilz und Insekten weichen

Im Verlauf des Januars und Februars müssen in der Einwohnergemeinde Cham verschiedene Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Eschen.

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Markus Schuler, Bereichsleiter Gartenbau, zeigt einen gefundenen Weidenbohrer bei der Kastanie im Hirsgarten.

Markus Schuler, Bereichsleiter Gartenbau, zeigt einen gefundenen Weidenbohrer bei der Kastanie im Hirsgarten.

Bild: PD

(haz) Seit einiger Zeit schon sind die Eschenbestände schweiz-, sogar europaweit, vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist ein aggressiver Pilz aus Ostasien – das «Falsche Weisse Stengelbecherchen». Der Pilzerreger führt zu einem Eschentriebsterben bzw. der sogenannte Eschenwelke. Im Kanton Zug verursacht der Pilz laut Medienmitteilung der Gemeinde Cham bereits seit 2009 Schäden. Bedauerlicherweise wurden in den vergangenen Wochen nun auch in der Einwohnergemeinde Cham, entlang der Obermühlestrasse, befallene Eschen gefunden.

In Absprache mit dem Kantonsförster müssen die betroffenen Bäume gefällt werden. «Stark befallene Eschen müssen je nach Standort entfernt werden, da sie durch herabfallende Äste ein Sicherheitsrisiko darstellen», erklärt Markus Schuler, Leiter Gartenbau der Einwohnergemeinde Cham bedauernd. An der Stammbasis befallene Bäume könnten zudem ihre Stabilität verlieren und bei Wind umfallen. «So schade die Fällungen auch sind, so notwendig sind sie. Wir freuen uns deshalb, dass wir Ersatzpflanzungen vornehmen können und die wertvollen Jungbäume dann ihre Wurzeln schlagen können.»

Hallimasch-Pilz und Weidenbohrer als weitere Schädlinge

Aufgrund anderer Pilzbefalle müssen auch weitere Bäume im Gemeindegebiet gefällt werden. Dazu gehört eine Buche, die im Wald beim Lorzenpark steht und vom sogenannten Brandkrustenpilz befallen ist. Dieser führt zum Absterben des Baums. Eine Robinie im Röhrliberg ist vom Hallimasch- Pilz befallen. Eine weitere Robinie auf dem Kirchenplatz muss ebenfalls wegen dieses Pilzbefalls gefällt werden.

Je ein Nussbaum im Hirsgarten und im Kirchbühl sowie eine Lärche im Lorzenpark sind zudem altershalber abgestorben und stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Im Weiteren muss auch die rot blühende Kastanie im Hirsgarten gefällt werden. Der Baum ist dem Weidenbohrer (Cossus Cossus) zum Opfer gefallen, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Schmetterlingsart legt Eier in die Rinde beim Stammansatz des Baumes. Es entstehen dann Raupen bzw. Holzbohrer, die den Baum durchbohren oder die ganze Rinde, das Kambium, wegfressen. Auch für diese Bäume sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Gleichzeitig kommt es zu Neupflanzungen im Zusammenhang mit der neuen Urnennischenmauer im Friedhof Cham sowie zu zusätzlichen Pflanzungen von Jungbäumen in den gemeindlichen Liegenschaften, darunter im Strandbad, in der Städtler Allmend, Kleineslen, der Eichstrasse und beim Wildibach.