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In Cham soll neues Langzeitgymi entstehen

Das Angebot der Zuger Mittelschulen soll für 120 Millionen Franken um einen Standort erweitert werden. Künftig soll in Cham ein Langzeitgymnasium die Kantonsschule in Zug entlasten. Dies schlägt eine Arbeitsgruppe vor.
Die Kantonsschule Zug soll durch ein zusätzliches Langzeitgymnasium in Cham entlastet werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Kantonsschule Zug soll durch ein zusätzliches Langzeitgymnasium in Cham entlastet werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Ein Landangebot von privater Seite gab dem Kanton Zug im Frühjahr 2012 überraschend die Möglichkeit, den Ennetsee in Cham wieder in seine Schulraumplanung für die Zuger Mittelschulen aufzunehmen. Die Baudirektion liess deshalb die laufenden Umbau- und Erweiterungsprojekte mit Zustimmung des Kantonsrates sistieren und zusammen mit der Direktion für Bildung und Kultur die Standorte neu evaluieren.

Arbeitsgruppe schlägt vier Standorte vor

Die Aufgabe übernahm eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen der involvierten Gemeinden, der Mittelschulen, der Politik und der kantonalen Verwaltung. Laut Mitteilung der Zuger Baudirektion hat diese Arbeitsgruppe am Donnerstagabend entschieden, den politischen Entscheidungsträgern eine neue Variante mit einen zusätzlichen Mittelschulstandort in Cham zu empfehlen (V11). Der neue Standort soll einen Teil des Langzeitgymnasiums übernehmen und damit die stark frequentierte Kantonsschule in Zug entlasten. Somit sieht die geplante Schullandschaft in Zukunft wie folgt aus:

  • Standort Zug, Lüssiweg: Langzeitgymnasium.
  • Standort Menzingen: Langzeitgymnasium, Kurzzeitgymnasium.
  • Standort Cham (neu): Langzeitgymnasium.
  • Standort Zug, Hofstrasse: Fachmittelschule, Wirtschaftsmittelschule.


Der Entscheid für vier Standorte sei aufgrund eines Auswahlverfahrens gefallen. Dabei prüfte die Arbeitsgruppe verschiedene Angebotskombinationen an zwei, drei und vier Standorten, was letztlich zu einem Vergleich von insgesamt 13 Varianten führte. Bei der Lösung mit vier Standorten bestehe sowohl in Zug wie Cham ein Ausbaupotential und damit flexible Reaktionsmöglichkeiten auf allenfalls steigende Schülerinnen- und Schülerzahlen.

Neues Langzeitgymnasium kostet 120 Millionen

Trotz diesem Entscheid können die Bauprojekte für das Kantonale Gymnasium Menzingen (kgm) und den Standort Hofstrasse (Fach- und Wirtschaftsmittelschule) wie vorgesehen dem Kantonsrat zur Kreditberatung eingereicht werden (Neubau Menzingen inklusive Landerwerb für zirka 110 Millionen Franken und Neubau Hofstrasse für zirka 90 Millionen Franken). Am Standort der «Kanti» am Lüssiweg in Zug sind keine Grossinvestitionen nötig. Hier müsse einzig eine Zusatzturnhalle erstellt werden (für zirka 5 Millionen Franken).

Neu anzugehen sei die Planung für das Langzeitgymnasium in Cham. In diesem Fall rechnen die Fachleute mit Investitionskosten von rund 120 Millionen Franken für den Landerwerb, die Planung und den Bau der neuen Schule mit rund 600 Schülerinnen und Schülern. Die Umsetzung sieht eine etappenweise Bereitstellung des benötigten Schulraums vor. Der Vergleich mit den Schüler/innen-Prognosen macht jedoch deutlich, dass auch im besten Fall Raumdefizite auftreten werden. Es wird deshalb unumgänglich sein, am Lüssiweg in Zug mit Provisorien zu operieren. Nach aktuellem Wissensstand sei mit Kosten von insgesamt rund 14 Millionen Franken auszugehen.

Für den Standort Cham braucht es neben der Zustimmung von Regierungsrat und Kantonsrat eine Anpassung des Zuger Richtplanes sowie des gemeindlichen Zonenplanes. Anschliessend ist das Bauprojekt auszuarbeiten. Parallel können in Menzingen und an der Hofstrasse in Zug die Arbeiten für die Bauprojekte abgeschlossen werden. Geplant ist, dem Kantonsrat die entsprechenden Objektkredite zu beantragen.

pd/bep

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