In der Oele in Steinhausen nimmt die Überbauung Fahrt auf

25 genossenschaftliche Wohnungen sind für die Überbauung Oele in Steinhausen geplant.

Carmen Rogenmoser
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So soll das Wohnprojekt der Wohnbaugenossenschaft Steinhausen dereinst aussehen.

So soll das Wohnprojekt der Wohnbaugenossenschaft Steinhausen dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

Seit wenigen Tagen erst ist Andreas Hürlimann Präsident der Wohnbaugenossenschaft Steinhausen (WBG), und schon kann er ein grosses Projekt vorstellen: Am Montagnachmittag fand die Präsentation des Siegerprojekts des Studienauftrags der Genossenschaftsüberbauung Oele in Steinhausen statt. «Die Wohnbaugenossenschaft Steinhausen nimmt Fahrt auf», begrüsste er den anwesenden Gemeinderat und die Architekten des Siegerprojekts. Schiaccianoci – Nussknacker – heisst das Siegerprojekt. Die Arge Graberschiess Architekten und Gauch & Schwartz Architekten Zug haben sich gegen vier weitere Wettbewerbsteilnehmer durchgesetzt.

Das Projekt besteht aus zwei ineinandergreifenden, leicht verdreht versetzten Quadraten. Die 25 Genossenschaftswohnungen verteilen sich auf fünf Geschosse. Vorgesehen sind 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte. «Schiaccianoci vermag zu überzeugen», sagte Jurypräsident Thomas Baggenstos. Das Gebäude, das in der Oele im Bereich der Musikschule und der Schrebergärten entsteht, füge sich gut in die Umgebung ein, und mit dem Pianoplatz könne ein neuer Treffpunkt für das ganze Quartier entstehen.

Der Aussenraum hat viel Gewicht

Baggenstos bezeichnete den Platz als «Herzstück» der neuen Überbauung. Vorgesehen ist auch ein Nebengebäude für Aussengeräte. Die direkt an den Platz angrenzenden Gemeinschaftsgärten unterstützen die Absicht des genossenschaftlichen Wohnens. Die Freiräume auf der Nord- und Südseite sind durch einen Durchgang durch das Gebäude und einen einfachen Weg auf der Westseite miteinander verbunden. Die Kita ist auf der Ostseite geplant.

«Das Wohnhaus hat eine eigenständige Strahlkraft in alle Richtungen», führt der Jurypräsident aus. Alle Seiten des Gebäudes sind gleichberechtigt, es gibt keinen Hinter- oder Vorderteil. Aussen dominieren eine feine farbige Gliederung der Holzschalung und die farbigen Stoffstoren der Balkone. Auch im Innern findet sich der Baustoff wieder, etwa als sichtbare Holzdecke. Es gibt ein grosszügiges Treppenhaus und auf jeder Etage eine gemeinsame Wasch­küche. Diese Elemente unterstreichen das Genossenschaft­liche zusätzlich, genauso wie der Gemeinschaftsraum mit Gemeinschaftswerkstatt und Gästezimmer. Die kleinen Wohnungen werden bewusst auf die Geschosse verteilt. Damit soll eine gute Durchmischung erreicht werden. Zudem könnten Wohnungen flexibel zu grösseren Einheiten verbunden werden. Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage inklusive Velo- und Töffabstellplätzen geplant.

Zu den Kosten gibt es noch keine konkreten Informationen

Die WBG habe sich hohe Ziele gesteckt, so Baggenstos. Die Siedlung soll eine eigene Identität haben, ein ökologischer Bau in Holzbauweise sein und dem Minergie-A-Standard entsprechen. Bezugsbereit soll das Gebäude 2024 sein. Noch gibt es einiges zu tun. So gibt es laut Andreas Hürlimann zu den Kosten und der Finanzierung des Baus noch keine konkreten Informationen. Auch muss der notwendige Baurechtsvertrag mit der Gemeinde noch erarbeitet werden. Ziel sei es, diesen Ende Jahr ausgehandelt zu haben. Anschliessend wird der Vertrag an der Gemeindeversammlung behandelt.

Die Wettbewerbsobjekte können im Foyer des Gemeindesaals Dreiklang besichtigt werden: Dienstag, 26. Mai, bis Freitag, 29. Mai, von 14 bis 17 Uhr und Samstag, 30. Mai, von 9 bis 14 Uhr. Aufgrund der Coronapandemie gilt eine Beschränkung von vier Besuchern gleichzeitig.