In der Riedmatt in Zug sollen Mittagstisch und Quartiertreff unter ein Dach kommen

Das Kleinschulhaus Riedmatt in Zug steht momentan leer. Nun sollen die Räume umgenutzt werden.

Andrea Muff
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Das Kleinschulhaus an der Riedmatt 3 in Zug soll Platz für Betreuungsplätze bieten.

Das Kleinschulhaus an der Riedmatt 3 in Zug soll Platz für Betreuungsplätze bieten.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 13. Juli 2020)

Seit Februar steht das neue Riedmattschulhaus für Stadtzuger Schülerinnen und Schüler bereit. Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus konnten auch die vier Kindergartenklassen umziehen. Seither steht das Kleinschulhaus an der Riedmatt 3 leer. Das Gebäude aus dem Jahr 1974 bietet nun Platz für künftige Betreuungsplätze – Mittags- und Nachmittagsbetreuung – sowie einen Quartiertreff. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist ungebrochen hoch (Ausgabe vom 1. Juli).

Auf dem Schulareal Riedmatt bietet die Abteilung Kind Jugend Familie im Sinne einer Notlösung seit Herbst 2016 neben dem Pavillon der Freizeitbetreuung einen Mittagstisch mit 27 Plätzen in der Aula Riedmatt an. Die nun freigewordene Fläche im Kleinschulhaus soll Abhilfe schaffen: Sie bietet Platz für einen Mittagstisch mit 63 Plätzen und eine Nachmittagsbetreuung mit 36 Plätzen. Für die Sanierung des Kleinschulhauses beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) einen Baukredit in der Höhe von 2,25 Millionen Franken. Die Projektierungskosten sind im Baukredit enthalten.

Quartiertreff soll vielseitig nutzbar sein

Doch nicht nur für die schulergänzende Betreuung soll das Gebäude genutzt werden, auch ein Quartiertreff soll einziehen. Im Rahmen des Quartierentwicklungsprojektes «Zug westwärts!» habe die Quartierbevölkerung ihr Bedürfnis nach einem Begegnungsort geäussert, schreibt der Stadtrat in der Vorlage. Nun soll ein solcher Treffpunkt in das obere Stockwerk ziehen. Mit einer durchdachten Raumaufteilung will der Stadtrat den Quartiertreff auch für einen zusätzlichen Mittagstisch nutzen können. Der Quartierverein Zug Westwind hat sich bereit erklärt, als Trägerverein für den Quartiertreff zu fungieren.

Die Idee: Der Raum soll einerseits den Quartierbewohnern zu fairen Preisen für private Anlässe vermietet werden können, andererseits sollen dort Kurse und öffentliche Anlässe stattfinden.

Fassadenputz muss vom Spezialisten entfernt werden

Damit die schulergänzende Betreuung und der Quartierverein die Räumlichkeiten nutzen kann, muss das Kleinschulhaus erst saniert werden. Weiter sollen im Erdgeschoss zwei grosse Ess- und Aufenthaltsräume und eine Küche entstehen. Zudem wird für eine behindertengerechte Nutzung ein Lift eingebaut. Die Gebäudehülle ist indes in einem schlechten Zustand. Die Aussenwände würden lediglich aus einer Holzplatte mit schadstoffhaltigem Putz und das Dach aus einer zehn Zentimeter dicken Dämmung mit Kieseindeckung bestehen. Dies soll nun den heutigen energetischen Anforderungen angepasst werden. Der Fassadenputz müsse vom Spezialisten vollständig entfernt und entsorgt werden, ist der Vorlage zu entnehmen. Auf dem Dach soll zudem eine Fotovoltaikanlage gebaut werden. Des Weiteren wird die veraltete Ölheizung durch eine Luftwasser-Wärmepumpe ersetzt.

Läuft alles nach Plan, sollen die Räume im Herbst 2021 bereits für die neue Nutzung zur Verfügung stehen. Die Vorlage soll am 29. September im GGR beraten werden; der Baubeginn ist im Januar 2021 vorgesehen.