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In der Shedhalle entsteht viel Freiraum für Sportler und Geniesser

In der Shedhalle in Zug wird fleissig gearbeitet, um für die Eröffnung des Projektes «Freiruum» am 9. August rechtzeitig fertig zu werden. Unter anderem ein Food Market, eine Boulderhalle sowie ein Trampolin-Spielplatz nehmen langsam Gestalt an.
Laura Sibold
Betriebsleiter Markus Kragler und Inhaber Michael Federle in der Shedhalle. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 1. Mai 2019)

Betriebsleiter Markus Kragler und Inhaber Michael Federle in der Shedhalle. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 1. Mai 2019)

Wo früher Produktionsmitarbeiter der Siemens tätig waren, gehen bald Sportler, Gourmets und Geniesser ein und aus. In der Shedhalle auf dem LG-Areal werden bis 2022 verschiedene Zwischennutzungen realisiert – bis sich die Eigentümer entschieden haben, wie es mit der Liegenschaft weitergeht. Auf einer Gesamtfläche von 7600 Quadratmetern werden in der Shedhalle ein Food-Markt mit nationalen und internationalen Köstlichkeiten, ein grosser Sportbereich sowie eine Eventhalle entstehen. Die Eventhalle bietet Platz für 1700 Personen und kann für private und geschäftliche Zwecke gemietet werden. Laut Markus Kragler, Betriebsleiter des Projekts «Freiruum», wird sie ab Mitte Mai zur Verfügung stehen, man habe schon rund 50 Buchungsanfragen erhalten.

Auch eine Künstlerbühne wird zurzeit geplant

Neben der Event- entsteht auf dem LG-Areal die sogenannte Genuss Halle, mit 3600 Quadratmetern das «Herzstück des Freiruums». Hier wird von Food-Ständen, über bediente Restaurants bis hin zu einer Bier-Bar und einem Co-Working-Space einiges geboten. Für den Food-Markt habe man bereits für fast alle der 16 Stände einen Betreiber finden können, die Vielfalt sei gross, verrät Kragler. «Es sind 13 Food-Stände mit fixem Konzept und drei, die je nach Saison zusätzlich in Form von Food Trucks integriert werden. Darunter sind viele lokale Anbieter, so betreibt etwa die EVZ-Gastro einen Burgerstand.» Neben dem Food-Markt sind in der Markthalle eine hauseigene Vinothek mit begehbarem Weinkeller, eine Zigarrenlounge sowie ein «Coffeelab» und eine Showküche geplant. Im «Coffeelab» wird Kaffee mit hauseigenen Röstmaschinen hergestellt. Die Showküche besteht aus vier Haushaltsküchen mit Koch- und Sitzbereich, wo die Gäste direkt neben dem Koch ihr Mittagessen einnehmen können. Nachmittags und abends werde die Showküche dann für Kochshows, Kochkurse oder Firmen-Events benutzt, erklärt Kragler. Mitten in der Markthalle und trotzdem abseits vom Trubel finden sich zwei Seminarräume sowie ein Co-Working-Space, wo Privatpersonen und Firmen Arbeitsplätze kostenlos nutzen können. Bereitgestellt werden Wlan, Strom und Trinkwasser.

Im «Freiruum» untergebracht wird zudem mit rund 900 Quadratmetern eine der grössten Boulderhallen der Schweiz. Wer es noch wilder mag, kann sich auf grossen Trampolins und Luftjumpkissen austoben. Zudem gibt es einen Parcoursbereich, der in Zusammenarbeit mit der Freestylehalle Cham entsteht. Für Kinder bis fünf Jahre sind vor dem kostenpflichtigen Sportbereich gratis verschiedene kleine Spielplatz-Attraktionen sowie eine Picknickzone eingerichtet. Zudem werden die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Workshops und dergleichen zur Verfügung gestellt. Laut Markus Kragler habe man viele Anfragen von Künstlern und Bands erhalten. «Wir planen zurzeit eine Künstlerbühne, wo sich lokale Musiker präsentieren können. Und auch mit Theatergruppen sind wir im Gespräch», so der Betriebsleiter, der schon diverse Zwischennutzungen in Zürich und Bern organisiert hat.

Grosser Sportbereich mit vielen Attraktionen

Primär gehe es ihm darum, einen Begegnungsort für Zug zu schaffen, betont Markus Kragler. Momentan werden auf dem LG-Areal diverse Installationen in der Markthalle fertiggestellt, einiges, wie die Zigarrenlounge oder der Parcoursbereich ist bereits fertig. Mitte Mai folgen die Installationen für die Boulder­zone und die Trampolins. Bis am 9. August wird noch fleissig gearbeitet – dann wird die Shedhalle mit allen Angeboten feierlich eröffnet. Geplant sind drei Eröffnungstage vom 9. bis 11. August mit Boulder- und Trampolinshows, Konzerten und grosser Essensauswahl. Noch vor den Sommerferien soll ein Tag der offenen Tür stattfinden, damit sich möglichst viele Zugerinnen und Zuger ein Bild vom «Freiruum» machen können.

Raum für Nachhaltigkeit

In der Projektphase hat das Freiruum-Team Markthallen in ganz Europa besucht. «Auffällig war, dass viele Food-Stände mit Einweg-Geschirr arbeiten und dadurch viel Abfall produziert wird. Das wollen wir im ‹Freiruum› besser machen», sagt Betriebsleiter Markus Kragler. Im «Freiruum» werde daher komplett auf Einweg-Geschirr verzichtet. Die Speisen an den Food-Ständen werden in Porzellangeschirr serviert, die Getränke in Gläsern mit Glasflaschen. So entstehe trotz des erhöhten Aufwands für den Abwasch und das Handling mit dem Material viel weniger Abfall, betont Kragler.

Auch für den Take-away hat Kraglers Team eine Lösung gefunden. «Für die Mitgabe von Speisen wird eine Verpackung ohne Plastik verwendet, wir setzen recycelbare Auffüllschalen ein. Zudem soll es für die Besucher ein Tupperware-Dosen wieder Befüllung Konzept geben.» Der Freiruum verfügt zudem über einen eigenen Unverpackt-Shop. In diesem können die Gäste regionale und saisonale Nahrungsmittel verpackungsfrei einkaufen. Dies bringe den grossen Vorteil, dass die Besucher auch Food Waste minimieren können, versichert Markus Kragler: «Man kauft genau so viel ein, wie man benötigt, und nicht soviel, wie es eine Verpackung vorgibt.» (ls)

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