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Leserbrief

In der Werbung haben die Kühe immer Hörner

Zur eidgenössischen Abstimmung über die Hornkuhinitiative

Schauen Sie sich mal die Werbefotos an, welche Tourismus-Organisationen auf ihrer Webseite aufschalten: Sie werden erstaunt sein, die meisten Kühe haben Hörner. Damit nicht nur in der Werbung, sondern auch auf den Weiden wieder mehr Kühe mit Hörner zu sehen sind, braucht es die Hornkuhinitiative. Hörner sind nämlich viel mehr als Dekoration. Sie sind wichtig für Kommunikation, Sozialverhalten und Körperpflege.

Es ist richtig, enthornte Kühe brauchen weniger Platz im Stall. Darum setzt die Initiative nicht auf Gebote und Verbote, sondern auf Anreize. Bauern, die sich für behornte Kühe entscheiden, sollen eine finanzielle Unterstützung erhalten. Nur so haben sie echte Wahlfreiheit; wenn sie nicht aus finanziellen Gründen den Kälbern in den ersten Lebenswochen die Hornknospen ausbrennen müssen. Schöne Kühe mit Hörnern auf den Weiden sind mir das Geld wert.

Konradin Franzini, Co-Präsident Junge Alternative Zug, Rotkreuz


Die Kühe sind die von uns Menschen die am meisten ausgenutzten Lebewesen aller sogenannten Nutztiere. Mit dem Hochzüchten überdimensionaler Euter und Wegbrennen der Hörner haben wir uns eine traurige Karikatur von dem zurechtgeschneidert, was die Natur oder die Göttliche Vorsehung in Perfektion und Schönheit hat werden lassen. Verweigerte Mutterschaft, hinten manipuliert, vorne verstümmelt – was wird wohl das Nächste sein?

Jeder Bauer sollte das Recht haben, freiwillig zu entscheiden, ohne finanzielle Einbussen, ob seine Kühe ihre Hörner tragen dürfen oder nicht. Für dieses Recht sollten sie sich einsetzen, gemeinsam. Tiergerechte Einrichtungen und optimal artgerechte Haltung sollte in unser aller Interesse sein und vom Bund, also von uns allen, belohnt und nicht bestraft werden, weil das zu teuer sei. Bei den «heiligen Kühen» zum Beispiel beim Strassenbau habe ich eine solche Aussage noch nie gehört.

Milch ist ein unvergleichbares, absolut vollwertiges Lebensmittel, das auf die vielfältigste Weise verarbeitet wird. Aber der Preis stimmt nicht, darum müssen die Bauern versuchen mit der Quantität über die Runden zu kommen.

In dieser Woche verkauft ein Grossverteiler 12 Liter Milchdrink oder Vollmilch für 13.70 Franken statt für 16.20. Gerade mal 1.14 Franken pro Liter, weniger als für einen Liter Essig oder Rivella. Wo bleibt da die Wertschätzung für die Qualität dieses Nahrungsmittels, für die Kuh und für die Arbeit des Bauern?

Margrit Kehrli-Schori Steinhausen

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