In der Zuger Fröschenmatt entstehen 18 weitere Schrebergärten

Die Familiengärten bei der Fröschenmatt wird erweitert. Im Gegenzug verschwindet jene am Lorzenweg.

Carmen Rogenmoser
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Die bestehenden 75 Gartenparzellen bei der Fröschenmatt werden um 18 erweitert.

Die bestehenden 75 Gartenparzellen bei der Fröschenmatt werden um 18 erweitert.

Bild: Maria Schmid (Zug, 17. Juli 2020)

Um 18 neue Gartenparzellen, inklusive Gartenhäuschen, werden die Familiengärten Fröschenmatt erweiteret. Hinzukommen zwölf neue Parkplätze, vier davon behindertengerecht. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis am 29. Juli im Zuger Stadthaus auf. Bei den neuen Gärten, die bei den bestehenden Parkplätzen am Steinhauser Fussweg entstehen, handelt es sich um einen Ersatz für die Schrebergärten am Lorzenweg.

Diese verschwinden mit der Entwicklung des Projekts Äussere Lorzenallmend. «Die Stadt ist auf uns zugekommen und hat uns das Gebiet neben den bestehenden Gärten angeboten», erklärt Hubert Müller, Präsident der Familiengärten Fröschenmatt. Das Areal ist Teil des Vereins Familiengärten Zug, dazu gehören auch die Anlagen der Gebiete Göbli und Herti. Seit rund drei Jahren arbeitet Hubert Müller zusammen mit der Stadt am Projekt. «2020 läuft der Pachtvertrag für die Gärten am Lorzenweg aus», sagt er und ergänzt: «Die Zusammenarbeit läuft sehr gut. Die Stadt ist grosszügig mit uns.» Den Gärtnern am Lorzenweg wurde bereits vor zwei Jahren per Ende 2020 gekündigt. «Bei der Vergabe der neuen Parzellen hatten sie Vorrang», sagt der Arealspräsident. Sechs der bisherigen Lorze-Gärtner haben sich für den neuen Standort entschieden.

Gartenhäuschen sind Pflicht

Für die Familiengärten bei der Fröschenmatt gilt es einige Regeln einzuhalten. So sind Gartenhäuschen Pflicht. Diese dürfen nicht grösser als 20 Quadratmeter sein, wobei der Innenraum höchstens 12 Qua­dratmeter betragen darf. «Die Häuschen sind Sache der Pächter», erklärt Müller. Sie können selbst gebaut werden, oder man kann sie bauen lassen. Die Kosten liegen bei 5000 bis 15000 Franken, je nach Ausführung. Die Parzellen, zwischen 130 und 200 Quadratmeter gross, werden vom Verein gepachtet, der das Land wiederum von der Stadt gepachtet hat.

Mit den Gärten ist viel Handarbeit verbunden, nicht nur was das Pflegen, Anpflanzen und Ernten betrifft, sondern auch was das Erstellen angeht. «Die Stadt übernimmt den Bau der gesamten Infrastruktur bis zur Grenze der Gartenanlage.» Anschliessend übernehmen die Pächter. «Es muss Fronarbeit geleistet werden», so Müller. Gemeinsam werden die Leitungen weitergezogen, Wege und Zäune erstellt.

Baubeginn ist für den Herbst vorgesehen

Für den idealen Untergrund muss das Gebiet zuerst urbanisiert werden. Läuft alles nach Plan, kann die Stadt Zug damit im Herbst 2020 beginnen. Ziel ist es, dass die neuen Pächter ihre Gärten Anfang 2021 übernehmen und mit der Gestaltung beginnen können. Vergeben waren die Parzellen schnell. Werbung machen musste der Verein dafür nicht. «Seit März hat die Nachfrage deutlich zugenommen. Vielleicht hat das auch mit der Coronapandemie zu tun», sagt Müller. Er weist aber darauf hin, dass viel Arbeit in die Gärten investiert werden muss. «Mit sechs bis acht Stunden pro Woche muss man rechnen, zudem müssen die Gartenordnung und die Statuten eingehalten werden.» Beispielsweise sollte mindestens 50 Prozent des Bodens bepflanzt sein.

Müller selber bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Frau seit 31 Jahren einen Schrebergarten und macht das noch immer mit Leidenschaft. «Wir haben es schön hier», sagt er. Bei den Pächtern handle es sich um einen bunten Mix – auch bei den neuen Parzellen. «Wir sind richtig ‹multikulti› hier und konnten viele der neuen Gärten auch wieder an junge Familien vergeben.» Damit wird der Verein seinem Namen tatsächlich gerecht.

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